Hintergrund
Der vielfach dokumentierte prognostische Einfluss der Infiltrationstiefe von Mundhöhlen- und Oropharynxkarzinomen sollte anhand fortgeschrittener bereits lymphogen metastasierter Tumoren untersucht und dieses mit den etablierten Einflussgrößen T-Kategorie und Kapselruptur von Lymphknotenmetastasen verglichen werden.
Methode
Der 5-jährige postoperative Verlauf von 66 konsekutiv operierten Patienten wurde retrospektiv untersucht.
Ergebnisse
Für die Infiltrationstiefe konnte keine statistische Signifikanz ermittelt werden. Die T-Kategorie hatte nur auf die Überlebensrate einen signifikanten Einfluss.
Schlussfolgerung
Bei Vorliegen von Lymphknotenmetastasen und insbesondere der Kapselruptur verlieren T-Kategorie und Infiltrationstiefe ihren prognostischen Einfluss. Die prognostische Aussagekraft von Merkmalen des Primärtumors wie Größe und Infiltrationstiefe beschränkt sich auf nichtmetastasierte Mundhöhlen- und Oropharynxkarzinome.