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Ein internationales Forschungsteam hat einschlägige Studien zur Androgendeprivationstherapie (ADT) im Hinblick auf Nutzen und Risiken im Zeitverlauf ausgewertet. Die Ergebnisse könnten helfen, die Dauer der ADT individuell anzupassen.
Ein MRT-gestütztes Vorgehen bei erhöhten PSA-Spiegeln ist auch mittelfristig onkologisch sicher. Dafür sprechen zumindest Daten des Imperial College London.
Bei metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom (mHSPC) werden häufig die Hemmstoffe des Androgenrezeptorpfades (ARPI) Abirateron und Enzalutamid eingesetzt. Bisher war jedoch unklar, ob sich deren Wirksamkeit unterscheidet. In einer Studie mit US-Veteranen wurden nun Überlebens- und Tumorwachstumsraten unter den beiden ARPI verglichen.
Mit Hilfe der PSMA-PET/CT lassen sich Patienten mit Prostatakarzinomen identifizieren, bei denen eine lokale Therapie möglich ist und die z.B. von einer stereotaktischen Radiotherapie profitieren könnten. Die aktuelle Evidenz dazu wurde auf dem DGHO-Kongress vorgestellt.
Langzeitdaten der European Randomized Study of Screening for Prostate Cancer (ERSPC) bestätigen eine Reduktion der prostatakrebsbedingten Mortalität durch ein bevölkerungsweites PSA-Screening. Die absoluten Effekte sind allerdings nach wie vor klein – und das Risiko für unnötige Eingriffe hoch.
Der multimodale Bluttest Stockholm3 identifiziert aggressive Prostatatumoren mit hohem Rückfallrisiko deutlich präziser als der PSA-Wert allein. Darauf deuten Langzeitdaten einer schwedischen Studie.
Bisher ist 177Lu-PSMA-617 nur für das metastasierte kastrationsresistente Prostatakarzinom zugelassen. Die PSMAddition-Studie deutet darauf hin, dass auch Patienten mit hormonsensitiven Tumoren davon profitieren. Die Ergebnisse wurden jedoch kritisch auf dem ESMO in Berlin diskutiert.
Wer in einem Landkreis wohnt, in dem wenigstens ein zertifiziertes Organkrebszentrum existiert, überlebt im Krebsfall länger als Personen, bei denen das nicht der Fall ist. Dafür sprechen Daten einer aktuellen Analyse von deutschen Krebsregisterdaten.
Erhalten Männer mit lokalisierten kribriformen Prostatakarzinomen eine Bestrahlung plus Androgendeprivation (ADT), ist ihr Metastasierungsrisiko deutlich geringer als nach alleiniger Beobachtung. Darauf weist eine allerdings recht schwache Analyse der Studie PROTECT.
Männer mit einem Hochrisiko-PSA-Rezidiv leben deutlich länger, wenn sie nicht nur eine Androgendeprivation (ADT), sondern zusätzlich auch eine Behandlung mit Enzalutamid erhalten. Eine Enzalutamid-Monotherapie bringt hingegen keine Vorteile gegenüber einer alleinigen ADT.
Ein PSA-Wert über 3 ng/ml soll vor einer weiteren Abklärung zunächst erneut kontrolliert werden. Eine Analyse von PLCO-Daten stützt dieses Vorgehen – und weist zugleich auf eine Ausnahme hin.
Was Männer über Prostata-spezifisches Antigen zur Krebs-Früherkennung wissen, wissen sie meist von ihren Hausarztpraxen. Mit der neuen S3-Leitlinie kommt es um so mehr darauf an, dass diese sie kundig beraten.
Was passiert, wenn man bei Männern unabhängig vom Alter auf ein PSA-Screening verzichtet? In den USA hat man das getan – offenbar mit wenig erfreulichen Ergebnissen bei Patienten unter 75 Jahren.
Mit der mpMRT können Prostatakarzinome zuverlässig erkannt werden. Doch die PI-RADS-Bewertung schwankt je nachdem wer den Befund stellt. Das KI-System RAIDAS könnte hier unterstützen, die diagnostische Sicherheit steigern und die Zahl der Prostatabiopsien minimieren.
Der Wunsch, Prostatakrebs-Patienten zu entlasten, ist nachvollziehbar. Doch eine Umbenennung des ISUP-1-Karzinoms könnte mehr Verwirrung stiften als nützen. Ein Pathologe gibt seine Einschätzung dazu, ob ISUP 1 weiterhin als Krebs betitelt werden sollte oder nicht.
Eine langjährige biochemisch-rezidivfreie Zeit nach radikaler Prostatektomie (RP) gilt bislang als gutes Prognosezeichen – oft auch als Argument, die PSA-Bestimmung im Rahmen der Prostatakarzinomnachsorge zu beenden. Doch wie verlässlich ist diese Strategie wirklich?
Die biparametrische Magnetresonanztomografie, bei der die Sequenz mit Gadolinium-Kontrast entfällt, hat sich in der PRIME-Studie der multiparametrischen MRT als nicht unterlegen gezeigt. Allerdings ist das biparametrische Vorgehen an strenge Voraussetzungen geknüpft.
Männer mit Beschwerden beim Wasserlassen, die konservativ nicht zufriedenstellend behandelt werden können, profitieren möglicherweise von einer Prostata-Arterien-Embolisation (PAE), so ein Team aus Dänemark.
Bei Patienten mit neu diagnostiziertem Krebs der Vorsteherdrüse kann eine radikale Prostatektomie unter Umständen auch dann noch das krebsspezifische Überleben verlängern, wenn sich schon Metastasen gebildet haben. Entscheidend sind offenbar die Lokalisation der Metastasen und die Höhe des PSA-Spiegels.
Patienten, die Hodenkrebs überlebt haben, laufen im Vergleich zur Allgemeinpopulation ein höheres Risiko, später auch noch an Prostatakrebs zu erkranken – und zwar früher als zu erwarten, wie eine Studie zeigt.
Nicht nur für die Therapie des Typ-2-Diabetes, auch zur Gewichtsreduktion adipöser Patientinnen und Patienten werden Inkretinmimetika inzwischen eingesetzt. Was das für das Krebsrisiko der Betroffenen bedeutet, war Gegenstand einer Studie.
Nach Resultaten einer deutschen Analyse klagt mehr als ein Drittel der Menschen nach einer überstandenen Brust-, Darm- oder Prostatakrebserkrankung über Fatigue. Bei den betroffenen Menschen ist auch die Sterberate zumindest kurzfristig erhöht.
Die Hoffnung, durch Metformin die Überlebensaussichten bei hormonsensitivem metastasiertem Prostatakrebs zu verbessern, hat sich in der Phase-3-Studie STAMPEDE nicht erfüllt. Trotzdem liefert die Studie mögliche Argumente für eine ergänzende Behandlung mit dem Antidiabetikum.
Nicht alle Prostatakarzinome der Graduierungsgruppe 1 nehmen einen günstigen Verlauf, wie eine US-Studie belegt. Die Autoren und Autorinnen haben errechnet, dass einer von sechs Betroffenen möglicherweise therapiebedürftig ist.
Eine Zusatztherapie mit Talazoparib in der Erstlinie verlängert das Leben von Männern mit mCRPC – die Sterberate war damit in einer Phase-3-Studie um 20% geringer als unter alleiniger Enzalutamid-Therapie. Es profitierten auch Männer ohne Defekte in der homologen DNA-Reparatur.
Zeigen Männer unter 50 Jahren erhöhte PSA-Werte, scheint für die weitere Diagnostik eine systematische Biopsie einer MRT-geleiteten Strategie überlegen zu sein: Damit werden deutlich mehr klinisch signifikante Tumoren erkannt, hat eine Analyse der Studie PROBASE ergeben.
Männer mit Prostatakrebs, die sich in aktiver Überwachung befinden, laufen ein geringes krebsspezifisches Sterberisiko. Überflüssig wird die Überwachung im Lauf des Lebens aber nie, wie die Langzeitstudie GÖTEBORG-1 ergeben hat.
Wie häufig zusätzliche systematische Stanzbiopsien höhergradigen Prostatakrebs zutage fördern als gezielte Biopsien von Läsionen, die im MRT aufgefallen sind, haben US-Urologen untersucht. Sie empfehlen ein modifiziertes Vorgehen.
Niraparib plus Abirateronacetat und Prednison könnte zur neuen Erstlinientherapie beim metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinom (mHSPC) mit Alterationen der Gene für die homologe Rekombinationsreparatur (HRR) werden. Darauf deuten die Ergebnisse der doppelblinden, placebokontrollierten AMPLITUDE-Studie hin.
Ein deutsches Studienteam hat Patientendaten ausgewertet, um die perioperativen Komplikationen der fokalen Therapien beim Prostatakarzinom einschätzen zu können. Die Ergebnisse scheinen recht positiv auszufallen.
Erhalten ältere Prostatakrebs-Patienten vor Therapiebeginn ein geriatrisches Assessment, führt dies häufig zu einer Deeskalation der Behandlung – ohne dass ihre Prognose dadurch schlechter würde. Darauf deuten Erfahrungen aus Frankreich hin.
Menschen, die an einem malignen Melanom erkrankt sind, machen sich häufig Sorgen über das Risiko, im weiteren Verlauf erneut an Krebs zu erkranken. Eine australische Studie zeigt, dass am häufigsten ein weiteres Melanom diagnostiziert wird – gefolgt von Prostata-, Brust- und Darmkrebs.
Viele Studien belegen, dass eine Immuntherapie bei metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (mCRPC) wenig wirksam ist. In der Phase-3-Studie Keynote-921 hat sich nun auch die Hoffnung zerschlagen, dass eine Kombination mit Docetaxel die Immuntherapie effektiver macht. Nur unter PD-L1-positiven Männern deuten sich leichte Vorteile an.
Eine Empfehlung gegen das Prostatakrebs-Screening, die mehrere Jahre in den Leitlinien des Royal Australasian College of General Practitioners gegeben wurde, hat sich nicht nur auf die Rate von PSA-Tests negativ ausgewirkt.
Kann man Männern, bei denen klinisch der Verdacht auf Prostatakrebs besteht, eine Biopsie ersparen, wenn die Bildgebung negativ ausfällt? Geht es nach einer Studie der Charité, ist das prinzipiell möglich – sofern ein Sicherheitsnetz installiert ist.
Die multiparametrische Magnetresonanztomografie hat einen festen Platz im Screening auf klinisch signifikante Prostatakarzinome. Ob auch ein biparametrisches Vorgehen ausreicht, ist in einer Metaanalyse untersucht worden.
Geht der Switch zur transperinealen gezielten Prostatabiopsie auf Kosten der diagnostischen Qualität? Nein, urteilen norwegische Urologinnen und Urologen nach Durchsicht von Daten aus ihrer Einrichtung.
Führt eine HIFU-Ablation beim Prostatakarzinom im Vergleich mit einer radikalen Prostatektomie zu ähnlichen onkologischen, aber besseren funktionalen Ergebnissen? Interimsdaten der französischen HIFI-Studie sind uneindeutig. In einem Kommentar zur Studie werden zumindest drei allgemeine Erkenntnisse herausgearbeitet.
Für Männer mit metastasiertem hormonsensitivem Prostata-Ca. (mHSPC), die keine Hormonchemotherapie wollen oder vertragen, ist der Androgenentzug plus Darolutamid eine Alternative: Das Progressionsrisiko wird im Vergleich zum alleinigen Androgenentzug fast halbiert.
Die Gefahr, einen gefährlichen Prostatatumor zu haben oder zu entwickeln, ist vor allem bei PSA-Werten jenseits von 3 ng/ml erhöht. Doch auch Werte, die darunter liegen, können ein erhöhtes Risiko darstellen – vor allem im jungen Alter. Doch wie sieht es bei älteren Patienten aus?
Die Ablation der Prostata, vollständig oder partiell, scheint für ausgewählte Patienten mit lokalisiertem Prostatakrebs zumindest kurz- bis mittelfristig eine sichere Therapieoption zu sein. Darauf deuten Patientendaten des University of Cincinnati College of Medicine hin.
In den USA ist die Rate von aggressiven Prostatakrebstherapien bei Männern mit begrenzter Lebenserwartung seit dem Jahr 2000 erheblich gestiegen. Solche Übertherapien werden vor allem auf Überdiagnosen durch fortgeführtes PSA-Screening zurückgeführt.
Eine schlechte Blutzuckerkontrolle erhöht zwar nicht die Prostatakrebsinzidenz, möglicherweise aber die Prostatakrebssterblichkeit. Darauf deutet eine Metaanalyse von 13 Studien. Diese hat jedoch erhebliche Schwächen.
Seit der Einführung der aktiven Überwachung bei Patienten mit Prostatakarzinom haben sich insbesondere im Bereich der MRT-Technologie bedeutende Fortschritte ergeben. Dies wirft die Frage auf, ob wiederholte Biopsien im Zeitalter der Magnetresonanztomografie überhaupt noch erforderlich sind.
Bei Patienten mit metastatischem kastrationsresistentem Prostatakarzinom, die mit Androgenrezeptor-Signalweg-Hemmern (ARPI) ein Rezidiv entwickeln sowie keine Taxantherapie bekommen können, stellt sich die Frage nach der Anschlusstherapie. Eine Phase-3-Studie gibt Klarheit, ob ein anderes ARPI oder der Betastrahler Lu-PSMA-617 sinnvoller ist.
Der PSA-Wert als Risikomarker und die damit verbundene blinde Prostatabiopsie hat viele Überdiagnosen zur Folge, die MRT-gesteuert reduziert werden können. Eine Neuauswertung der Göteborg-2-Studie gibt zudem Antwort auf die Frage, ob im MRT relevante Karzinome übersehen werden.
Bei einigen urologischen Eingriffen wie der Zystoskopie zeigen sich keine signifikanten Vorteile einer Antibiotikaprophylaxe, bei anderen, wie der transrektalen Prostatabiopsie, ist eine klare Reduktion der Infektionsrate durch prophylaktische Maßnahmen belegt.
Im Interview betont DGU-Kongresspräsident Prof. Jürgen Gschwend, warum die aktive Überwachung bei Patienten mit Niedrigrisiko-Prostatakarzinom oft nicht einfach ist. Zudem erläutert er die Neuheiten der S3-Leitlinie und gibt seine Einschätzung ab, wann und wie sich die Früherkennung von Prostatakrebs in Deutschland verändern wird.
Mit dem PSA-Screening werden zwar mehr Prostatakarzinome in frühen Stadien entdeckt, auf die Mortalität wirkt sich das aber kaum aus. Zwei Forscher haben eine Idee, warum das so ist.
Für bestimmte Eingriffe bei Prostatakrebs gilt künftig das Zweitmeinungsverfahren. G-BA-Chef Hecken hätte dieses auch gerne auf die Therapieoption „aktive Überwachung“ ausgeweitet, scheiterte aber.
Wenn zuvor noch kein Androgenrezeptor-Signalweg-Inhibitor eingesetzt wurde, könnte die Kombination von Enzalutamid plus Radium-223 (Ra-223) eine Option beim metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC) sein. Wichtig ist ein begleitender Knochenschutz.
Eine Analyse der Inzidenz- und Mortalitätsziffern der vergangenen Jahrzehnte mit Blick auf Prostatakrebs weckt den starken Verdacht auf Überdiagnostik. Das gilt nicht zuletzt für die Situation in Deutschland.
Erkranken Männer, die 5-Alpha-Reduktasehemmer nehmen, an Prostatakrebs, ist ihr Risiko, an dem Krebs zu sterben, höher als bei Männern ohne solche Medikamente. Bei vergleichbaren Tumoren verschwinden allerdings die Unterschiede.
Haben Männer im Alter unter 60 Jahren vergleichsweise hohe PSA-Werte, ist ihr Risiko für ein Prostatakarzinom stark erhöht. Würden bevorzugt solche Männer engmaschig getestet, könnte das den Nutzen von PSA-Messungen erheblich verbessern.
Ob eine Androgendeprivationstherapie beim Prostatakarzinom kontinuierlich oder intermittierend verabreicht wird, hat auch Einfluss auf das Risiko für schwere kardiovaskuläre Ereignisse. Das legen zumindest Daten einer retrospektiven US-Analyse nahe.
Nicht bei allen Prostatakarzinomen der Gleason-Graduierungsgruppe 1 kann man davon ausgehen, dass sie benigne sind. In einer Studie aus dem UKE Hamburg hatten auch in dieser Gruppe bestimmte Patienten ein deutlich erhöhtes Risiko für einen ungünstigen Verlauf.
Eine aktuelle Analyse scheint dafür zu sprechen, dass die Magnetresonanztomografie(MRT)-geleitete Abklärung von Prostatakarzinom-suspekten Läsionen mittels gezielter Biopsien kein hohes Übertherapierisiko birgt. Doch es gibt erheblichen Widerspruch.
Für die meisten Männer mit einem Prostatakarzinom und geringem Progressionsrisiko ist die aktive Überwachung eine gute Wahl: Nach zehn Jahren ist mehr als die Hälfte immer noch progressionsfrei, und weniger als 2% haben Metastasen entwickelt.
Bei gar nicht so wenigen Männern mit relativ niedrigem PSA-Wert lässt sich ein klinisch signifikantes Prostatakarzinom diagnostizieren. Das hat die Screeningstudie Göteborg-2 gezeigt, in der ein PSA-Schwellenwert von 1,8 ng/ml angesetzt war.
„Kalte“ Tumoren werden heiß – CD28-kostimulatorische Antikörper sollen dies ermöglichen. Am besten könnten diese in Kombination mit BiTEs und Checkpointhemmern wirken. Erste klinische Studien laufen bereits.
Patienten mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom sollten nicht mehr mit einer alleinigen Androgendeprivationstherapie (ADT) behandelt werden, mahnt ein US-Team nach Sichtung der aktuellen Datenlage. Mit einer Tripeltherapie haben die Betroffenen offenbar die besten Überlebenschancen.
Welchen Nutzen es trägt, wenn die Strahlentherapie nach radikaler Prostatektomie um eine Androgendeprivation ergänzt wird, hat die RADICALS-HD-Studie untersucht. Nun liegen die Ergebnisse vor. Sie sprechen für länger dauernden Hormonentzug.
Nach einer Prostatabiopsie treten häufig Probleme beim Wasserlassen auf. Ob sich das durch den periinterventionellen Einsatz von Alphablockern verhindern lässt, haben australische Mediziner im Zuge einer Metaanalyse untersucht.
Ein hoher Anteil pflanzlicher Nahrung trägt möglicherweise dazu bei, das Progressionsrisiko von Männern mit Prostatakarzinomen zu senken. In einer US-Studie war das Risiko bei ausgeprägter pflanzlicher Ernährung in etwa halbiert.
Eine adjuvante Radiotherapie nach radikaler Prostata-Op. bringt den Betroffenen wahrscheinlich keinen Vorteil. Im Gegenteil: Durch die Bestrahlung steigt offenbar das Risiko für Harn- und Stuhlinkontinenz.
Patienten, die zur Behandlung ihres Prostatakarzinoms eine Androgendeprivationstherapie erhalten, entwickeln nicht selten eine Anämie. Wer ältere Patienten internistisch mitbetreut, sollte auf diese Nebenwirkung achten.
Erst PSA-Test, dann Kallikrein-Score, schließlich MRT und Biopsie – ein vierstufiges Screening-Schema kann die Zahl der unnötigen Prostatabiopsien erheblich reduzieren: Die Hälfte der Männer, die in einer finnischen Studie eine Biopsie benötigten, hatte einen hochgradigen Tumor.
Die aktuellen Leitlinien zur Früherkennung des Prostatakarzinoms in Europa stehen in der Kritik, da sie aggressive Tumorvarianten nur unzureichend identifizieren, gleichzeitig aber zu unnötigen Biopsien führen. Die Europäische Union strebt nun ein individualisiertes, europaweites Screening an.
Die einmalige Einladung von Männern zum PSA-Screening auf Prostatakrebs hat auf 15 Jahre betrachtet eine sinkende krebsspezifische Mortalität zur Folge. Wunder bewirkt das Verfahren aber keine.
Die Risikoabschätzung für ein biochemisches Rezidiv von Prostatakrebs nach radikaler Prostatektomie bedarf in der Ära der aktiven Überwachung für bestimmte Patienten einer Korrektur nach oben. Ursache ist die Verschiebung der Tumorrisiken.
Wie mit Männern zu verfahren ist, die in der multiparametrischen Magnetresonanztomografie der Prostata einen PI-RADS-3-Befund aufweisen, ist strittig. Den Verlauf in solchen Fällen haben Mediziner der Universitätsklinik Dresden verfolgt.
Sollte ein schädliches Wildwuchs-Screening, wie das auf Prostata-Ca., fortgesetzt werden, oder kann das weg? Und was wird aus dem PSA? Nicht nur die PROBASE-Studie liefert neue Antworten. Einiges könnte sich ändern – neue Fragen inklusive.
Ob Brust-, Pankreas- oder Prostatatumoren: Erhalten Patientinnen und Patienten mit BRCA-Mutationen eine Therapie mit PARP-Hemmern, verbessert dies ihre Prognose erheblich. Voraussetzung dafür ist jedoch ein BRCA-Test. Dieser ist in Deutschland noch längst nicht üblich.
Profitieren Männer mit erhöhten PSA-Werten davon, wenn sie regelmäßig per MRT untersucht werden? Offenbar nicht. Nur ein kleiner Bruchteil der Männer mit unauffälliger MRT zeigt zwei bis drei Jahre später in einer erneuten MRT krebstypische Läsionen.
Wie hängt die kardiorespiratorische Fitness von Männern mit ihrem Risiko für Prostatakrebs zusammen? Eine Studie ist der Frage nachgegangen. Die gute Nachricht: Wer fitter wird, senkt die Gefahr.
Altes Denken behindert die Krebstherapie: Die bisherige Tumorklassifikation nach Organen passt nicht zur Wirkweise moderner Medikamente und kostet letztlich viele Menschenleben, sind Forschende aus Frankreich überzeugt. Sie fordern ein Umdenken.
Die digitale rektale Untersuchung bietet laut Ergebnissen einer Metaanalyse gegenüber der Messung des PSA-Wertes keinerlei Vorteile. Ein urologisches Team rät daher, auf die routinemäßige Tastuntersuchung zu verzichten.
Wie steht es langfristig um den funktionellen Erhalt bei den unterschiedlichen Therapieoptionen bei Prostatakrebs? In einer Studie aus den USA wurden diese miteinander verglichen. Vor allem die radikale Prostatektomie brachte Nachteile mit sich.
Noch immer wird die aktive Überwachung beim Prostatakarzinom hinsichtlich ihrer Sicherheit kontrovers betrachtet. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen nun: Das rezidivfreie Überleben ist nicht beeinträchtigt, wenn eine schließlich notwendige Operation verzögert erfolgt.
Was genau leistet nochmal die Prostata? Warum verursacht eine vergrößerte Prostata bei dem Einen Beschwerden und bei dem Anderen wiederum nicht? Urologe Dr. Peter Weib erklärt in dieser Folge anschaulich die Anatomie und Funktion der Vorsteherdrüse, wie es gelingt die Prostatahyperplasie klinisch einzuschätzen und ein Karzinom auszuschließen – und wie der PSA-Wert dabei unterstützt.
Die Sensitivität der multiparametrischen Magnetresonanztomografie für klinisch relevante Prostatakarzinome ist hoch. Kann man daher bei negativem Resultat guten Gewissens auf eine bioptische Bestätigung verzichten?
Ob eine Statintherapie dazu beitragen kann, die krebsspezifische Mortalität bei Männern mit Prostatakrebs und Androgendeprivationstherapie zu reduzieren, ist unklar. Eine neue Studie spricht dafür.
Die Frage, wie nützlich der PSA-Wert fürs Screening auf Prostatakrebs ist, sorgt seit vielen Jahren für Zwist. Gemessen wird das PSA trotzdem – auf opportunistischer Basis, also auf Patientenwunsch oder ärztlichen Vorschlag. Kein Problem, oder?
Der Vorschlag, Prostatakarzinome der Grade Group (GG) 1 nicht mehr als Krebs zu bezeichnen, wird von dänischen Ärzten kritisch gesehen. Vor allem bei beobachtendem Abwarten haben sie eine erhebliche tumorspezifische Mortalität festgestellt.
Als einzige GKV-finanzierte Maßnahme zum Screening auf Prostatakrebs ist in Deutschland die rektale Tastuntersuchung der Prostata ab einem Alter von 45 Jahren vorgesehen. Wie nützlich ist die Palpation in so jungen Jahren?
Männer mit einem Hochrisiko-PSA-Rezidiv leben länger metastasenfrei, wenn sie zusätzlich zur Androgendeprivation (ADT) den Wirkstoff Enzalutamid erhalten. Auch eine Monotherapie mit der Arznei ist einer Leuprorelin-Behandlung überlegen.
Kombinationstherapien haben die Prognose von Patienten mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom (mHSPC) in den letzten Jahren deutlich verbessert. Doch: Wie steht es um die Nebenwirkungen der Doublet- und Triplet-Therapien?
Patienten mit kribriformen oder intraduktalen Prostatakarzinomen sollen von der aktiven Überwachung ausgenommen werden. Nur: Per Biopsie werden die beiden aggressiven Phänotypen oft gar nicht detektiert.
Die Vor- und Nachteile eines Screenings, das Männer anhand ihres PSA-Wertes stratifiziert, wurden in den Niederlanden untersucht. Es führte unter anderem zu 50% weniger fortgeschrittenen Prostatakarzinomen.
Das molekulare Testen von Krebspatienten gewinnt zunehmend an Bedeutung. Denn daran richtet sich die unter Umständen lebensverlängernde Therapie aus. Ein Beispiel ist das metastasierte Prostatakarzinom.
Die präoperativ gemessene Länge der Pars membranacea urethrae stellt einen Prognosefaktor für eine postoperative Harninkontinenz nach radikaler Prostatektomie dar. Auch Angaben zu Schwellenwerten liegen vor.
Die deutschen Urologinnen und Urologen haben zum Auftakt ihres Jahreskongresse der Regierung einen neuen Vorschlag zur Prostatakrebs-Früherkennung gemacht. Sie beziehen sich dabei auf einen EU-Ratsbeschluss.
Allenthalben wird für die Teilnahme am Screening auf diverse Krebserkrankungen geworben, und das beliebteste Argument dafür lautet: Screening rettet Leben. Ob das stimmt, hat ein internationales Forschungsteam analysiert.
Bislang wird die MRT im Rahmen der Prostatakrebs-Früherkennung erst dann eingesetzt, wenn der PSA- Wert erhöht ist. Womöglich könnte es sich aber als vorteilhaft erweisen, das bildgebende Verfahren als Screeningmethode zu nutzen.
Werden Männer mit Prostata-Ca. per hochintensivem Ultraschall behandelt, benötigen rund 80% von ihnen die folgenden fünf Jahre keine lokale Salvage-Therapie. Der Erfolg der Behandlung hängt jedoch stark vom Tumor-Grading ab.
Ob die Zugabe von Docetaxel zur Androgendeprivationstherapie bei Männern mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom einen Vorteil bringt, ist noch unklar. Die Analyse einer internationalen Forschungsgruppe hat nun Faktoren identifiziert, die für oder gegen Docetaxel sprechen.
Wann typische Pubertätsereignisse wie Wachstumsschübe, Bartwuchs oder Akne bei jungen Männern auftreten, könnte neuen Daten zufolge etwas über ihr Risiko für Prostatakarzinome im späteren Leben verraten.
Die maximale Sauerstoffaufnahme des Körpers unter Belastung ist einer großen Studie zufolge bei Männern negativ mit dem Risiko assoziiert, an bestimmten Karzinomen zu erkranken und zu sterben.
Kann man bei Männern, deren PSA-Wert 10 ng/ml überschreitet und die einen positiven digital-rektalen Tastbefund aufweisen, die multiparametrische MRT ausfallen lassen? Laut Ergebnissen einer Studie scheint das möglich zu sein – jedoch mit Einschränkungen.
Thrombosen verhindern und Blutungen vermeiden – eine patientengerechte Behandlung krebsassoziierter Thrombosen (CAT) erfordert beides. Doch was gibt es bei der individuellen Abwägung zwischen VTE- und Blutungsrisiko zu beachten? Erfahren Sie im Video, welche klinischen Faktoren das Blutungsrisiko bestimmen, wie diese die Wahl der Antikoagulation beeinflussen und warum aktuelle Leitlinien für viele CAT-Patientenprofile niedermolekulare Heparine als Behandlungsoption empfehlen.
Antikoagulation und gastrointestinale Blutungen – zwei Seiten einer Medaille und Schwerpunkt des Frankfurter Gerinnungssymposiums. Sehen Sie, wie Prof. Dr. med. Martin Raithel und Prof. Dr. med. Sebastian Krug anhand anschaulicher Fallbeispiele und aktueller Leitlinien die Grenzen der oralen Antikoagulation, insbesondere im Kontext gastrointestinaler Tumorerkrankungen, beleuchten.
Angesichts der Herausforderungen bei der Dosierung renal eliminierter Medikamente und dem Risiko erhöhter Nebenwirkungen bietet Prof. Dr. Lutz Renders nützliche Einblicke in die sichere Anwendung von Antikoagulanzien. Erfahren Sie, welche Substanzen bei chronischer Nierenerkrankung geeignet sind, wie man Risiken minimiert und die Dosierungsfehler vermeidet. Nutzen Sie die praxisnahen Tipps zur optimalen Patientenversorgung.
Die Thromboembolie ist neben Infektionen die zweithäufigste Todesursache bei Krebspatienten. Die Behandlung der CAT (cancer associated thrombosis) ist komplex und orientiert sich am individuellen Patienten. Angesichts einer Vielzahl zur Verfügung stehender medikamentöser Behandlungsoptionen finden Sie hier viele Informationen zur Therapieentscheidung auf Basis von Expertenempfehlungen.