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28.07.2021 | Prostatakarzinom | Journal club | Ausgabe 7-8/2021

Radiotherapie des lokalisierten Prostatakarzinoms
InFo Hämatologie + Onkologie 7-8/2021

Das ereignisfreie Überleben ist kein Surrogat für das Gesamtüberleben

Zeitschrift:
InFo Hämatologie + Onkologie > Ausgabe 7-8/2021
Autor:
Prof. Dr. med. Carsten Nieder
Hintergrund und Fragestellung: Patienten mit einem lokal begrenzten Prostatakarzinom wird nach multidisziplinärer Beratung häufig eine externe Strahlenbehandlung empfohlen, welche einen gut dokumentierten kurativen Ansatz darstellt. Abhängig von der Risikostratifizierung, die z. B. das T-Stadium berücksichtigt, sind Vorteile durch eine Kombination mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT) zu erwarten [ 1]. In einer kürzlich publizierten Studie betrug die 10-Jahres-Gesamtüberlebensrate über 70 %, aber dieser Wert hängt von der Risikogruppe ab und lässt Raum für weitere Verbesserungen [ 2]. Die Weiterentwicklung der aktuellen neoadjuvanten und adjuvanten Konzepte im Rahmen klinischer Strahlentherapiestudien erfordert sehr lange Nachbeobachtungszeiten, jedenfalls wenn eine Verbesserung des Überlebens nachgewiesen werden soll. Es wäre von Vorteil, einen früher evaluierbaren (Surrogat-)Endpunkt zu finden, dessen Erreichen z. B. nach einer Nachbeobachtungszeit von fünf Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit bedeutet, dass mit längerer Nachbeobachtung auch ein signifikanter Unterschied im Überleben zu sehen sein wird. Als mögliches Surrogat wurde in der hier kommentierten Studie das ereignisfreie Überleben (EFS) untersucht [ 3]. ...

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Literatur
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