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08.02.2019 | Prostatakarzinom | Leitthema | Ausgabe 5/2019

Der Urologe 5/2019

Fokale Therapie bei Prostatakrebs

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 5/2019
Autor:
Prof. Dr. med. M. Schostak

Zusammenfassung

Eine fokale Therapie (FT) sollte bei äquivalenter onkologischer Wirkung möglichst weniger Nebenwirkungen als eine Ganzdrüsentherapie verursachen. Eine präzise Diagnose mit multiparametrischer PIRADS-2.0-Magnetresonanztomographie (mpMRT) und Fusions- oder Template-Biopsie ist Grundvoraussetzung. Es gibt zahlreiche Ablationstechnologien und Behandlungsstrategien, wie z. B. eine Hemitherapie. Bisher wird der Behandlungserfolg noch uneinheitlich definiert. Es liegt nur eine größere randomisierte Studie vor, die eines der Verfahren gegen eine Standardtherapie vergleicht. Eine FT ist deshalb auch 2019 noch als experimentell anzusehen und sollte nur im Rahmen von Studien erfolgen. Die Verlaufskontrolle sollte einer Active Surveillance (AS) inklusive MRT und Fusionsbiopsie entsprechen. Vor- und Nachteile der einzelnen Ablationstechniken sowie Eignungen bestimmter Regionen in der Drüse sollten berücksichtigt werden. Idealerweise sollte eine individualisierte „à la Carte“-Auswahl verschiedener Verfahren angeboten werden. Eine FT ist gut geeignet für Patienten mit hochlokalisierten Tumoren des mittleren Risikos, wenn Standardtherapien oder eine AS nicht möglich sind oder abgelehnt werden.

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