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03.05.2016 | Prostatakarzinom | Leitthema | Ausgabe 5/2016

Der Urologe 5/2016

Fokale Therapie des Prostatakarzinoms in Deutschland

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 5/2016
Autoren:
M. Apfelbeck, A. Herlemann, C. G. Stief, C. Gratzke

Zusammenfassung

Hintergrund

Das Prostatakarzinom (PCa) ist der häufigste bösartige Tumor des Mannes. Durch das weit verbreitete PSA (prostataspezifisches Antigen)-Screening wird das PCa zunehmend in einem organbegrenzten Stadium diagnostiziert.

Methode

Traditionell beinhalten definitive Therapieoptionen für das organbegrenzte PCa die radikale Prostatektomie, die perkutane Strahlentherapie sowie die Brachytherapie. Hierbei sind jedoch therapiebedingte Nebenwirkungen wie Inkontinenz oder erektile Dysfunktion nicht selten. Nationale und internationale Leitlinien empfehlen als alternative Therapieoption die aktive Überwachung (Active Surveillance, AS) beim Niedrig-Risiko-PCa. Teilresektionen unter Erhalt des Organs werden bereits standardmäßig in anderen Organsystemen durchgeführt, wie z. B. im Bereich der Brustchirurgie beim Mammakarzinom. Die fokale Therapie (FT) beim PCa soll die Lücke zwischen den radikalen Therapieoptionen und der AS schließen und gleichzeitig die Nebenwirkungen reduzieren.

Ziel

In diesem Artikel werden die aktuell zur FT angebotenen Therapieoptionen beleuchtet, insbesondere bezüglich ihrer Einschränkungen und Zukunftsperspektiven. Aktuell sind verschiedene Therapieoptionen zur FT beim PCa verfügbar. Diese finden jedoch noch im Rahmen klinischer Studien Anwendung und sind für eine routinemäßige Therapie noch nicht zugelassen. Erste Ergebnisse scheinen einen klinischen Benefit der FT zu belegen, die Ergebnisse der laufenden Studien stehen jedoch weitestgehend aus.

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