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18.07.2016 | Prostatakarzinom | Leitthema | Ausgabe 9/2016

Der Urologe 9/2016

Medikamentöse Therapie des hormonsensitiven metastasierten Prostatakarzinoms

Konsensuspapier AKO/AUO

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 9/2016
Autoren:
C.-H. Ohlmann, J. Gschwend, K. Miller
Wichtige Hinweise
Dieser Beitrag entstand als Konsensuspapier im Namen der Mitglieder der AKO und der Vorstandsmitglieder der AUO.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die bisherige Standardtherapie beim metastasierten, hormonsensitiven Prostatakarzinom (mHSPC) bestand in der Androgendeprivation, entweder mittels einer LHRH-Monotherapie („luteinizing hormone releasing hormone“) oder in Kombination mit einem Antiandrogen. Eine zusätzliche zytotoxische Chemotherapie konnte in verschiedenen Studien und mit unterschiedlichen Schemata keinen zusätzlichen Überlebensvorteil zeigen.

Ergebnisse

Nach einer ersten ebenfalls negativen Studie mit einer Docetaxel-basierten Chemotherapie konnten unlängst jedoch 2 große Phase-III-Studien (CHAARTED bzw. STAMPEDE) einen beträchtlichen Überlebensvorteil zugunsten der Hormonchemotherapie zeigen. Dabei findet sich im Gesamtergebnis ein Überlebensvorteil von ca. 14 bzw. 22 Monaten. Darüber hinaus scheinen anhand der Ergebnisse der CHAARTED-Studie v. a. Patienten mit einer hohen Metastasenlast besonders von der Hormonchemotherapie zu profitieren.

Schlussfolgerung

Der neue Therapiestandard von Patienten mit einem mHSPC besteht daher in der Kombination der Androgendeprivation mit einer Docetaxel-basierten Chemotherapie. Diese Therapie sollte allen Patienten, die für eine Chemotherapie geeignet sind, angeboten werden.

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