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Moderne Strahlentherapie des primären Prostatakarzinoms

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Zusammenfassung

Das Prostatakarzinom (PCa) ist die häufigste Tumorerkrankung des Mannes. Während Patienten mit niedrigem Risikoprofil aktiv überwacht werden können, bieten die Strahlentherapie und Operation Patienten mit intermediärem und hohem Risiko gleichwertige Therapieoptionen. Die moderne Strahlentherapie ermöglicht eine reduzierte Behandlungszeit von 2–4 Wochen mittels moderater Hypofraktionierung oder stereotaktischer Strahlentherapie (SBRT), eine geringe Rate an Nebenwirkungen und eine personalisierte, auf die individuelle Anatomie und Tumorgeometrie angepasste Behandlung. Dabei können Informationen aus der multiparametrischen Magnetresonanztomographie (mpMRT) und Positronenemissionstomographie mit Tracern gegen das prostataspezifische Membranantigen (PSMA-PET) berücksichtigt werden. Mittels fokaler Dosiseskalation kann die Bestrahlungsdosis auf die Tumorareale in der Prostata erhöht werden, ohne umliegende Organe mehr zu belasten. Die HypoFocal-SBRT-Studie, eine durch die Dekade gegen Krebs geförderte multizentrische Phase-III-Studie, untersucht den möglichen Vorteil einer SBRT in 5 Fraktionen mit Dosiseskalation im Bereich der durch die mpMRT und PSMA-PET definierten intraprostatischen Tumorläsionen. Ziel dieser Studie ist es, das rezidivfreie Überleben für Patienten mit lokalisiertem PCa von intermediärem und hohem Risikoprofil weiter zu verbessern und gleichzeitig eine Reduktion der Therapiedauer zu ermöglichen.
Titel
Moderne Strahlentherapie des primären Prostatakarzinoms
Verfasst von
Dr. Simon K. B. Spohn
Constantinos Zamboglou
Anca L. Grosu
Publikationsdatum
16.03.2023
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
best practice onkologie / Ausgabe 4/2023
Print ISSN: 0946-4565
Elektronische ISSN: 1862-8559
DOI
https://doi.org/10.1007/s11654-023-00473-0
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