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17.04.2020 | Prostatakarzinom | Leitthema

Molekulare zielgerichtete Therapie und Immuntherapie des Prostatakarzinoms

Zeitschrift:
Der Urologe
Autoren:
Prof. Dr. C. Grüllich, E. Nößner, D. Pfister, V. Grünwald

Zusammenfassung

Über Jahrzehnte basierte die Behandlung des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms vorwiegend auf der Manipulation des Androgenrezeptor-gesteuerten Proliferationswegs. Chemotherapien spielten erst mit dem Aufkommen der Taxane eine zusätzliche wichtige Rolle. Der Fortschritt in der translationalen Forschung der letzten Jahre brachte Bewegung und einschlägige Innovationen in das therapeutische Umfeld. Zielgerichtete Therapien rückten mit der Entschlüsselung der HRD-Maschinerie („homologous repair deficiency“) und deren medikamentöser Beeinflussbarkeit durch PARP-Inhibitoren (Poly-Adenyl-Ribose-Polymerase) in den Therapiefokus für ausgewählte Patienten. Die erste positive Phase-III-Studie für PARP-Inhibitoren liegt bereits vor. Darüber hinaus macht auch die in der Onkologie mittlerweile weitverbreitete Immuntherapie beim Prostatakarzinom Fortschritte, sowohl Checkpoint-Inhibitoren als auch bispezifische Antikörper konnten klinisch sinnvolle Aktivitäten zeigen. Noch früh in der Entwicklung befinden sich zelluläre Therapien wie CAR(„chimeric antigen receptor“)-T-Zellen, die gegen PSMA (prostataspezifisches Membranantigen) gerichtet sind. In diesem Review möchten die Autoren eine zusammenfassende Übersicht über Grundlagen und klinische Entwicklung dieser neuen Therapien geben.

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