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Personalisierte Screening-Strategien des Prostatakarzinoms

Erschienen in:

Zusammenfassung

Das auf der Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA) basierende Prostatakarzinom-Screening ist trotz einer nachgewiesenen Reduktion der krebsspezifischen Mortalität umstritten, insbesondere aufgrund der geringen Spezifität des PSA-Tests. Die vorliegende nichtsystematische Übersicht zeigt den aktuellen Stand zur Evidenzanalyse des Prostatakrebs-Screenings. Das aktuelle deutsche Früherkennungsprogramm, basierend auf der digitalen rektalen Untersuchung (DRU), ist weder spezifisch noch sensitiv genug. Ohne strukturiertes Screening-Programm wird aktuell in Deutschland ein PSA-basiertes, opportunistisches Screening durchgeführt, das aufgrund eines ungünstigen Nutzen-Risiko-Verhältnisses nicht empfehlenswert ist. Die Europäische Kommission fordert seit 2022 organisierte, risikoangepasste PSA-basierte Screening-Strategien, die eine MRT-Bildgebung integrieren. Die MRT verbessert die Diagnose von klinisch bedeutsamem Prostatakrebs und reduziert die Entdeckung von Niedrigrisikokarzinomen. Die Früherkennung von Prostatakrebs sollte organisiert, personalisiert und evidenzbasiert sowie risikoadaptiert sein, wobei neben der Bestimmung des PSA-Werts die ergänzende MRT der Prostata eine zentrale Rolle spielt.
Titel
Personalisierte Screening-Strategien des Prostatakarzinoms
Verfasst von
Isabelle Bußhoff
Nikolaus Becker
Anne Hübner
Rouvier Al-Monajjed, MD
Jan Philipp Radtke
Jale Lakes
Peter Albers
Publikationsdatum
22.10.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Forum / Ausgabe 6/2024
Print ISSN: 0947-0255
Elektronische ISSN: 2190-9784
DOI
https://doi.org/10.1007/s12312-024-01385-y
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