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09.10.2019 | Prostatakarzinom | Übersichten | Ausgabe 1/2020

Der Urologe 1/2020

Radium-223 zur Therapie des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (mCRPC)

Der androgenrezeptorunabhängige Wirkstoff in der therapeutischen Sequenz

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 1/2020
Autoren:
F. König, A. Strauß, Dr. M. Johannsen, C. Mommsen, E. Fricke, Dr. J. Klier, S. Mehl, D. Pfister, C.-O. Sahlmann, A. Werner, Prof. Dr. med. P. J. Goebell
Wichtige Hinweise
Die Autoren F. König und A. Strauß waren zu gleichen Teilen an der Erstellung dieser Arbeit beteiligt.

Zusammenfassung

Hintergrund

Radium-223 verlängert das Gesamtüberleben und erhält die Lebensqualität von Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (mCRPC) und symptomatischen Knochenmetastasen ohne bekannte Viszeralmetastasen. Kombiniert mit einem LHRH-Analogon kann Radium-223 in der therapeutischen Sequenz eingesetzt werden, wenn die Erkrankung nach Erhalt von zwei vorausgehenden systemischen Therapien fortschreitet oder wenn keine andere verfügbare systemische Therapie für den Patienten geeignet ist.

Fragestellung

Bei der Behandlung des Prostatakarzinoms stehen Ärzte heute vor einer ungewohnten Vielfalt und Komplexität der therapeutischen Optionen. Eine Fülle von Studienresultaten trägt zur Dynamik der therapeutischen Landschaft bei. Radium-223 wurde Ende 2013 zur mCRPC-Therapie zugelassen. Die Anwendungsempfehlungen wurden inzwischen mehrfach angepasst. Vor dem Hintergrund aktueller Studien und Erfahrungen im klinischen Alltag sondiert der Artikel die Position von Radium-223 in der therapeutischen Sequenz und skizziert Eckpunkte für die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Uroonkologen und Nuklearmedizinern.

Ergebnisse

Radium-223 wirkt androgenrezeptorunabhängig und ist daher eine Option, wenn in der therapeutischen Sequenz andere Wirkstoffe resistenzbedingt nur begrenzt wirksam sind. Auch ist durch Radium-223 keine Wirkungsabschwächung oder -verstärkung der Vor- und Folgemedikation zu erwarten. Die Chance für eine androgenrezeptorunabhängige und lebensverlängernde Therapie sollte genutzt werden, sobald die Kriterien für eine Behandlung mit Radium-223 erfüllt sind. Denn im Krankheitsverlauf nimmt die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten viszeraler Metastasen zu. Der präventive Einsatz von Bisphosphonaten oder Denosumab ist entsprechend der aktuellen Leitlinien beim mCRPC zu empfehlen, bevor eine Behandlung mit Radium-223 begonnen oder wieder aufgenommen wird.

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