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Die Urologie

Therapie des metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinoms

Erschienen in:

Zusammenfassung

Über viele Jahre galt die alleinige Androgendeprivationstherapie (ADT) als etablierter Standard in der Behandlung des metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinoms (mHSPC). Einen Paradigmenwechsel leitete die CHAARTED-Studie ein, in der erstmals ein signifikanter Überlebensvorteil durch die Kombination von Docetaxel mit ADT nachgewiesen werden konnte. Inzwischen haben weitere randomisierte Studien auch einen zusätzlichen klinischen Nutzen für die Intensivierung der ADT durch die modernen hormonellen Wirkstoffe Abirateron, Apalutamid, Darolutamid und Enzalutamid belegt. Darüber hinaus wurde für die Dreifachkombination aus Darolutamid, ADT und Docetaxel ein Überlebensvorteil gegenüber der alleinigen Chemohormontherapie gezeigt. Diese Kombinationstherapien gelten heute als neuer Behandlungsstandard beim mHSPC. Auch wenn das mediane Überleben von Patienten mit mHSPC durch Einführung der genannten Therapien deutlich verlängert werden konnte, verstirbt noch immer ein nicht unerheblicher Anteil der Patienten relativ früh im Krankheitsverlauf. Daher besteht weiterhin ein hoher Bedarf an der Entwicklung neuer Therapieoptionen. Ziel dieses Artikels ist es, die Erstlinienoptionen im mHSPC-Stadium vorzustellen und Unterschiede herauszuarbeiten, um eine fundierte Grundlage für die therapeutische Entscheidungsfindung zu schaffen. Des Weiteren werden aktuelle Entwicklungen aufgezeigt, um die Behandlungsergebnisse weiter zu verbessern.
Titel
Therapie des metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinoms
Verfasst von
Prof. Dr. med. Marc-Oliver Grimm
Katharina Leucht
Maria Marx
Marius Sperling
Mohamad Hatem Albarghouth
Publikationsdatum
04.03.2026
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Urologie / Ausgabe 3/2026
Print ISSN: 2731-7064
Elektronische ISSN: 2731-7072
DOI
https://doi.org/10.1007/s00120-026-02798-4
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