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Die Onkologie

PSA-basierte Prostatakarzinom-Früherkennung

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Die PSA-basierte (PSA prostataspezifisches Antigen) Prostatakrebs(PCa)-Früherkennung steht trotz einer nachgewiesenen Reduktion der PCa-spezifischen Mortalität um 27 % aufgrund der noch relativ hohen Rate an Überdiagnostik und Übertherapie in der Kritik. Neuere Daten zur Wertigkeit eines frühen Basis-PSA-Werts im Alter von 45–50 Jahren, klinische Risikofaktoren und molekulare sowie neue bildgebende Verfahren haben das Potenzial, die PCa-Früherkennung zu individualisieren und damit deutlich zu verbessern.

Ziel, Material und Methoden

Es werden die aktuelle Datenlage zusammengestellt und Empfehlungen zum praktischen Vorgehen gegeben. Dazu wurde eine semiquantitative Literaturrecherche durchgeführt. Es werden insbesondere Arbeiten der letzten 2 Jahre berücksichtigt.

Ergebnisse

Es werden 4 verschiedene Modelle der risikoadaptierten Prostatakrebs-Früherkennung dargestellt. Besonders der altersadaptierte Ansatz einer PSA-Basiswert-Bestimmung hat bereits praktische Relevanz. Dies wird zurzeit im Rahmen der PROBASE-Studie prospektiv-randomisiert in Deutschland bei 50.000 Probanden getestet.

Diskussion

Die risikoadaptierte Früherkennung des Prostatakarzinoms ist bereits heute möglich und kann die Rate an unnötig diagnostizierten Männern drastisch senken. Durch die Kombination mit einer modernen Bildgebung kann unter Integration der aktiven Überwachungsstrategie auch die Rate an Patienten reduziert werden, die sich einer kurativen Therapie unterziehen müssen.
Titel
PSA-basierte Prostatakarzinom-Früherkennung
Verfasst von
Prof. Dr. Peter Albers
Christian Arsov
Andreas Hiester
Michael Quentin
Lars Schimöller
Gerald Antoch
Robert Rabenalt
Publikationsdatum
28.06.2016
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Erschienen in
Die Onkologie / Ausgabe 8/2016
Print ISSN: 2731-7226
Elektronische ISSN: 2731-7234
DOI
https://doi.org/10.1007/s00761-016-0059-8
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Bildnachweise
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