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22.12.2016 | Prostatakarzinom | Leitthema | Ausgabe 1/2017

Der Urologe 1/2017

Stellenwert der PSMA-Liganden-Bildgebung beim Prostatakarzinom

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 1/2017
Autoren:
C. Gasch, C. Düwel, K. Kopka, C. Kratochwil, M. Vinsensia, M. Eiber, T. Maurer, U. Haberkorn, B. Hadaschik, Prof. Dr. F. L. Giesel

Zusammenfassung

Hintergrund

Das Prostatakarzinom (PCa) ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Industrieländern. Zu Verbesserung der PCa-Diagnostik wurde in den letzten Jahren 68Ga-PSMA-11 als neuer PET-Tracer (Positronen-Emissions-Tomographie) entwickelt. 68Ga-PSMA-11 bindet hochspezifisch an das prostataspezifische Membranantigen (PSMA), welches bei dem überwiegenden Teil der Patienten auf der Oberfläche der PCa-Zellen hochreguliert ist.

Fragestellung

Die aktuellen Wertigkeit der 68Ga-PSMA-11-PET-Bildgebung beim PCa wird in Bezug auf Staging bei Erstdiagnose, in der Rezidivsituation und im metastasierten Stadium analysiert.

Material und Methoden

Es wird eine retrospektive Analyse der aktuellen Literatur (Pubmed-Recherche) bezüglich der 68Ga-PSMA-11-PET-Diagnostik im Primärstaging, im biochemischen Rezidiv und der metastasierten Situation durchgeführt.

Ergebnisse

Verglichen mit der konventionellen Bildgebung erzielt die 68Ga-PSMA-11-PET/CT sowohl beim Primär- als auch beim Rezidivstaging höhere Sensitivitäten mit hervorragenden Spezifitäten. Im Vergleich zur Cholin-PET/CT weist die 68Ga-PSMA-11-PET/CT deutlich höhere Detektionsraten in der Rezidivsituation auf, insbesondere bei Patienten mit niedrigen PSA-Werten. Im Rezidivstaging führt die Anwendung der 68Ga-PSMA-11-PET/CT in einem guten Viertel der Fälle zur Veränderung des Therapiekonzepts. Der Stellenwert der 68Ga-PSMA-11-PET/CT im Routinestaging des polytop metastasierten PCa bleibt unklar.

Schlussfolgerungen

Aufgrund der guten Resultate der 68Ga-PSMA-11-PET/CT, gerade auch bei gering erhöhtem prostataspezifischem Antigen, wird diese auch zukünftig eine große Rolle in der PCa-Diagnostik einnehmen und nach Aktualisierung der Leitlinie zunehmend Anwendung finden.

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