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12.10.2017 | Pflege | Ausgabe 7/2018

Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin 7/2018

PROtokollbasierte MObilisierung auf IntensivstaTIONen

Design einer clusterrandomisierten Pilotstudie

Zeitschrift:
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin > Ausgabe 7/2018
Autoren:
MScN P. Nydahl, A. Diers, U. Günther, B. Haastert, S. Hesse, C. Kerschensteiner, S. Klarmann, S. Köpke
Wichtige Hinweise

Redaktion

C. Hermes, Siegburg
A. Kaltwasser, Reutlingen

Zusatzmaterial online

Die Onlineversion dieses Beitrags (https://​doi.​org/​10.​1007/​s00063-017-0358-x) enthält eine Übersichtstabelle der Barrieren zur Mobilisierung sowie geeignete Strategien zur Überwindung der Barrieren (E1), den Fragebogen zur Prozessevaluation (E2) und die einzelnen Elemente des Protokollalgorithmus (E3–E7). Beitrag und Zusatzmaterial stehen Ihnen im elektronischen Volltextarchiv auf http://​www.​springermedizin.​de/​MK-IM zur Verfügung. Sie finden das Zusatzmaterial am Beitragsende unter „Supplementary Material“.

Zusammenfassung

Hintergrund

Trotz überzeugender Studienlage zur Frühmobilisierung von Patienten auf Intensivstationen ist deren Umsetzung in der Praxis begrenzt. Protokolle zur Frühmobilisierung mit Ein- und Ausschlusskriterien, Assessments, Sicherheitskriterien und Stufenschemas können die Umsetzungs- und Mobilisierungsrate unterstützen.

Hypothese

Patienten (Population), die sich auf Intensivstationen befinden, auf denen ein Protokoll zur Frühmobilisierung implementiert wird (Intervention), werden im Vergleich zu Patienten auf Intensivstationen, die über kein Protokoll verfügen (Kontrolle), häufiger aus dem Bett mobilisiert (Outcome).

Methode

Es wird eine multizentrische „stepped-wedge“ clusterrandomisierte Pilotstudie dargestellt. Fünf Intensivstationen erhalten ein an die jeweilige Intensivstation adaptiertes interprofessionelles Protokoll zur Frühmobilisierung. Die Implementierung des Protokolls erfolgt auf den Intensivstationen in randomisierter monatlicher Reihenfolge. Vor und nach der Implementierung werden einmal pro Monat 1‑Tages-Prävalenzerhebungen zur Mobilisierung der Intensivpatienten durchgeführt. Primärer Outcomeparameter ist die Rate der Patienten, die aus dem Bett mobilisiert werden, operationalisiert anhand eines Werts von ≥3 auf der Intensive Care Unit Mobility Scale. Sekundäre Outcomeparameter sind Beatmungs- und Verweildauer, Delirrate und -dauer, patientenspezifische Barrieren zur Mobilisierung, unerwünschte Sicherheitsereignisse während der Mobilisierung, Anteil von erreichten Mobilisierungszielen und Prozessparameter wie Barrieren, Strategien und Protokollanpassungen.

Erwartete Ergebnisse

Die Machbarkeit wird exemplarisch überprüft und die Effektstärke als Grundlage für eine spätere explanatorische Studie abgeschätzt.

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Literatur
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