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Die Onkologie

Prozesse in der onkologischen Versorgung

Medizinische Leitlinien

  • 01.11.2009
  • Leitthema
Erschienen in:

Zusammenfassung

Aufgrund überwiegend steigender Inzidenzen, besserer Überlebensraten sowie einer verlängerten Lebenserwartung ist in den nächsten Jahren mit einer deutlich steigenden Zahl von Tumorpatienten zu rechnen. Diese Patienten haben sehr komplexe Versorgungsbedarfe, die mit hohen Anforderungen an die Koordination der einzelnen Akteure und Interventionen verbunden sind. Dies erfordert interdisziplinäre und multiprofessionelle Zusammenarbeit. Deshalb wird Interdisziplinarität in der Onkologie schon seit vielen Jahren, beispielsweise im Rahmen von Tumorkonferenzen, als Standard betrachtet. Dennoch ist diese Herangehensweise nicht in allen Versorgungsbereichen Realität. Vor allem in der Abstimmung der Aufgaben unterschiedlicher Berufsgruppen und beim Überschreiten sektoraler Grenzen besteht Bedarf, die Versorgungsqualität zu verbessern. Interdisziplinarität ist auch ein Qualitätskriterium für Leitlinien. Sie fördert eine breite Akzeptanz und damit die Implementierung in den klinischen Alltag. Interdisziplinäre onkologische Leitliniengruppen definieren auf der Grundlage der besten, verfügbaren Evidenz medizinische Inhalte, legen Nahtstellen dar und entwickeln idealtypische Abläufe. Auf Basis evidenz- und konsensbasierter, gemeinsam gestalteter Empfehlungen können Versorgungsprozesse auf regionaler oder lokaler Ebene optimiert werden.
Titel
Prozesse in der onkologischen Versorgung
Medizinische Leitlinien
Verfasst von
Dr. S. Weinbrenner, , MPH
M. Nothacker
Publikationsdatum
01.11.2009
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
Die Onkologie / Ausgabe 11/2009
Print ISSN: 2731-7226
Elektronische ISSN: 2731-7234
DOI
https://doi.org/10.1007/s00761-009-1673-5
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