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04.07.2016 | Leitthema | Ausgabe 8/2016

Der Hautarzt 8/2016

Pruritus bei Psoriasis

Profil und Therapie

Zeitschrift:
Der Hautarzt > Ausgabe 8/2016
Autoren:
Dr. A. Tsianakas, U. Mrowietz

Zusammenfassung

Die Psoriasis ist eine der weltweit am häufigsten vorkommenden chronischen, entzündlichen Hauterkrankungen mit einer Inzidenz von 0,5–3 %. Historisch wurde sie lange Zeit als eine nicht juckende Hauterkrankung beschrieben. Diese Ansicht hat sich in den letzten Jahren jedoch grundlegend gewandelt. Mittlerweile ist anerkannt, dass 64–97 % der an Psoriasis erkrankten Patienten unter auch teilweise massivem Pruritus leiden. Dies führt neben der Belastung durch die Psoriasis selbst zu zusätzlich negativem Stress und einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität. Ätiologisch spielt bei der Entstehung des Pruritus bei Psoriasis neben anderem eine neurogene Entzündung eine wichtige Rolle. Darin involviert sind zahlreiche Neuropeptide wie Substanz P, „calcitonin gene related peptide“ und viele andere, die als Mediatoren fungieren. Parallel dazu scheint auch ein gestörtes Gleichgewicht zwischen κ‑ und µ‑Opioid-Rezeptoren in den Läsionen ätiologisch wichtig zu sein. Therapeutisch kommt es nach einer klinisch kompletten Abheilung der Psoriasisläsionen zu einem Verschwinden des Pruritus. Somit konzentrieren sich bis heute antipruritische Therapien eher auf die klinische Behandlung der Psoriasis. In besonders schweren Fällen des Pruritus bei Psoriasis kann zusätzlich eine gezielt antipruritische Therapie erwogen werden, wie z. B. mit oralen Antidepressiva (Mirtazapin, Doxepin und andere), Neuroleptika (Pregabalin, Gabapentin) und Präparaten, die in das κ‑ und µ‑Opioid-Rezeptor-Gleichgewicht eingreifen. Parallel mit der Einführung zahlreicher antipsoriatischer Substanzen in den letzten Jahren ist das Interesse an der Erforschung und Therapie des Pruritus bei Psoriasis deutlich gestiegen und wird erfreulicherweise im Rahmen der neuen therapeutischen Möglichkeiten auch gezielt wissenschaftlich untersucht.

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