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Pseudarthrosen nach per- und subtrochantären Femurfrakturen

Erschienen in:

Zusammenfassung

Einleitung

Die allgemeine Häufigkeit von proximalen Femurfrakturen bedingt, dass trotz eher niedriger Pseudarthrosenrate, insbesondere bei den pertrochantären Frakturen, immer wieder Fehlheilungen und Implantatversagen auftreten. Mit dieser Arbeit wollen wir daher unser Vorgehen und die Behandlungsergebnisse bei per- und subtrochantären Femurpseudarthrosen vorstellen.

Material und Methoden

Für die Zeiträume 2009–2017 und 2021–2023 wurden retrospektiv Patient:innen mit Pseudarthrosen des proximalen Femurs in unserem Krankenhaus-Informationssystem identifiziert und analysiert. Von diesen wurden das Alter, Geschlecht, der Zeitraum bis zur Durchbauung, die Klassifikation der Pseudarthrose nach Weber und Czech sowie das radiologische Bild vor und nach der Revision erfasst.

Ergebnisse

Insgesamt konnten 66 Patient:innen analysiert werden. Das durchschnittliche Alter betrug 58 Jahre (Range 25 bis 88 Jahre). Die Durchbauungsrate des Gesamtkollektivs betrug 88 % mit einer mittleren Konsolidierungszeit von 8 Monaten (Range 2 bis 29 Monate). Als Osteosyntheseverfahren wurden im Wesentlichen Plattenosteosynthesen (n = 45, davon 44 Klingenplatten) sowie Nagelwechsel (n = 12) durchgeführt. Andere Verfahren waren additive Plattenosteosynthesen (n = 4), reine Spongiosaplastiken (n = 2), die Dynamisierung (n = 2) und der Einsatz einer DHS (n = 1). Insbesondere im aktuellen Beobachtungszeitrum zeigte sich ein Trend hin zu mehr Nagelosteosynthesen wie auch kombinierten Verfahren aus Nagel und additiver Platte.

Diskussion

Die Analyse der eigenen Behandlungsdaten zeigt einen leichten Trend hin zur Nagelosteosynthese mit und ohne additive Platte. Grundsätzlich sind aber Verfahren, über die eine Korrektur des CCD-Winkels erfolgen kann, wie die Klingenplatte, gerade bei Pseudarthrosen mit erhöhtem Grad der Varisierung bezüglich des Korrekturerfolgs zuverlässig. Im subtrochantären Bereich können Frakturen kombiniert, mechanisch und biologisch mit einem aufgebohrten Nagelwechsel hin zu einem kaliberstärkeren Implantat behandelt werden.
Titel
Pseudarthrosen nach per- und subtrochantären Femurfrakturen
Verfasst von
Marie K. Reumann
Hauke Hillrichs
Maximilian M. Menger
PD Dr. Steven C. Herath
PD Dr. Mika F. R. Rollmann
Fabian Stuby
Tina Histing
apl Prof. Dr. med. Benedikt J. Braun
Publikationsdatum
15.01.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Unfallchirurgie / Ausgabe 5/2024
Print ISSN: 2731-7021
Elektronische ISSN: 2731-703X
DOI
https://doi.org/10.1007/s00113-023-01402-0
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