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28.05.2020 | Pseudarthrosen | Operative Techniken | Ausgabe 3/2020

Operative Orthopädie und Traumatologie 3/2020

Minimal-invasive Stand-alone-Fusion des lumbosakralen Übergangs

Zeitschrift:
Operative Orthopädie und Traumatologie > Ausgabe 3/2020
Autoren:
Dr. Katrin Stosch-Wiechert, Alexander Krenauer, Christoph J. Siepe
Wichtige Hinweise

Redaktion

M. Mayer, München

Zeichnungen

R. Himmelhan, Mannheim

Zusammenfassung

Operationsziel

Stabile interkorporelle Fusion des lumbosakralen Bandscheibenfachs über einen alleinigen ventralen retroperitonealen Zugang mit einem Cage, der über eine ventral integrierte Titanplatte in den angrenzenden Wirbelkörpern verankert wird.

Indikationen

Degenerative Bandscheibenerkrankungen ohne Instabilität oder Deformität, Anschlussdegenerationen, Pseudarthrosen bei Zustand nach dorsalen Spondylodesen.

Kontraindikationen

Segmentinstabilitäten, Deformitäten, ausgeprägte sakrale Inklination, inadäquate prävertebrale Gefäßsituation, Osteoporose, relativ: vorausgegangene intraabdominelle/gynäkologische Operationen, Infektionen/Tumor/Trauma.

Operationstechnik

Über einen minimal-invasiven retroperitonealen Zugang Darstellung des Bandscheibenfachs L5/S1, Einsetzen eines Spreizersystems, Eröffnung des Bandscheibenfachs und vollständige Diskektomie, Aufdistrahieren des Bandscheibenfachs mittels eines Spreizersystems, Festlegen der Implantatgröße (Cage) mittels Probeimplantaten, Füllen des Implantats sowie des Bandscheibenfachs mit Knochenersatzmaterial, festes Einbringen des Cages im Zwischenwirbelraum, Fixieren des Cages mit jeweils 2 in den kranialen bzw. kaudalen Wirbelkörper einzubringenden Schrauben, Röntgenkontrolle, Rückzug aus Operationssitus unter Überprüfung evtl. Läsionen, schichtweiser Wundverschluss.

Weiterbehandlung

Sofortige Mobilisation bis zur Vollbelastung 4–6 h postoperativ, Ruhigstellung im Korsett fakultativ, Wiederaufnahme sportlicher Aktivität 3 bis 6 Monate postoperativ mit Erreichen einer zunehmenden knöchernen Konsolidierung.

Ergebnisse

Von 2005 bis 2012 wurden insgesamt 77 Patienten (26 männlich, 45 weiblich) mit einer degenerativen Bandscheibenerkrankung im Segment L5/S1 über einen retroperitonealen Zugang mit einem SynFix-LR (Fa. Synthes, Solothurn, Schweiz) operativ versorgt; 71 Patienten (92,2 %) konnten mit einem mittleren Follow-up von 35,1 Monaten (12 bis 85 Monate) nachuntersucht werden. Die Komplikationsrate betrug 12,7 %, die Reoperationsrate 2,8 %; 77,5 % der Patienten waren zum Zeitpunkt der Nachuntersuchung mit dem Operationsergebnis zufrieden, 22,5 % unzufrieden. Die Auswertung des ODI(Oswestry Disability Index)- und des VAS(visuelle Analogskala)-Score ergab statistisch signifikante Verbesserungen. Radiologisch konnte eine statisch signifikante Zunahme der segmentalen Lordose erreicht werden, die Fusionsrate (ermittelt in der Computertomographie [CT]) betrug 97,3 %.

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