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08.05.2019 | Psychiatrie und Psychosomatik | Leitthema | Ausgabe 7/2019

Der Nervenarzt 7/2019

Wodurch wird die geschlossene Tür ersetzt?

Konzeptionelle und ethische Überlegungen zu offenen Unterbringungsformen, formellem Zwang und psychologischem Druck

Zeitschrift:
Der Nervenarzt > Ausgabe 7/2019
Autoren:
Dr. Jakov Gather, Matthé Scholten, Tanja Henking, Jochen Vollmann, Georg Juckel

Zusammenfassung

Hintergrund

Verzichtet man im Rahmen offener Unterbringungsformen auf geschlossene Stationstüren, muss durch alternative Strategien verhindert werden, dass untergebrachte Patienten entweichen.

Fragestellung

Wie ist der Ersatz geschlossener Stationstüren durch formellen Zwang oder psychologischen Druck ethisch zu bewerten?

Material und Methode

Empirisch informierte konzeptionelle und ethische Analyse.

Ergebnisse

Der Ersatz einer geschlossenen Stationstür durch andere formelle Zwangsmaßnahmen, wie z. B. Fixierung oder Isolierung, ist in der Regel ethisch problematisch. Der Einsatz psychologischen Drucks, beispielsweise im Rahmen intensivierter Betreuungsmaßnahmen, bedarf einer differenzierten ethischen Bewertung und stellt nicht zwangsläufig das mildere Mittel zum Türschluss dar.

Schlussfolgerungen

Im Zusammenhang mit offenen Unterbringungsformen und psychologischem Druck noch nicht untersuchte konzeptionelle, empirische und ethische Fragen sollten durch psychiatrische und medizinethische Forschung geklärt werden. In der klinischen Praxis sollte die Auswahl der für den untergebrachten Patienten am wenigsten belastenden und einschränkenden Maßnahmen durch geeignete ethische Unterstützungsangebote erleichtert werden.

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