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39. Psychoimmunologie

  • 2017
  • OriginalPaper
  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

Das Nervensystem und das Immunsystem stehen durch ihre jeweiligen Botenstoffe in einer engen Wechselbeziehung. Bei schizophrenen Patienten wird heute von einer reduzierten Typ-1-Immunantwort und einem Übergewicht der Typ-2-Immunantwort ausgegangen. Die Zytokinhypothese der Depression besagt, dass die vermehrte Zytokinproduktion das Risiko für das Auftreten einer Depression erhöht. Bei der Demenz vom Alzheimertyp (DAT) spielt ein neuroinflammatorischer Prozess, der durch Amyloid-β 42 (Aβ42) getriggert ist, eine zentrale Rolle. Dieser inflammatorische Prozess ist durch aktivierte Mikroglia, Astrozyten und die Induktion der Zytokinproduktion charakterisiert und führt zu Synapsen- und Nervenzellschäden. Mit Vorgängen im Immunsystem assoziierte Nebenwirkungen der Psychopharmaka sind Fieber, Granulozytose oder Agranulozytose, Serositis und Myokarditis, Gewichtszunahme, Sedierung und allergische Reaktionen.
Titel
Psychoimmunologie
Verfasst von
H. Himmerich
F. Schneider
Copyright-Jahr
2017
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-50345-4_39
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