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01.02.2016 | Leitthema | Ausgabe 2/2016

Der Ophthalmologe 2/2016

Psychosomatische Aspekte beim trockenen Auge

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 2/2016
Autor:
Dr. J. Nepp

Zusammenfassung

Hintergrund

Bei Patienten mit trockenen Augen wurden Angst und Depressionen beobachtet.

Ziel der Arbeit

Es erfolgte eine Analyse der psychischen Störungen bei therapieresistenten trockenen Augen.

Material und Methode

Es erfolgte eine retrospektive Studie nach Auswertung der TRIPS-Fragebögen bei 110 Patienten mit therapieresistenten trockenen Augen. Der Fragebogen ergibt Diagnosen der Angst (A) und Depression (D) und vegetative (v) Störungen. Daraus wurden Gruppen erstellt: Angststörung, Depression, gemischte Diagnosen (A + D), vegetative Störungen und keine Diagnose. Für die Trockenheit wurde der Sicca-Score (0–1) verwendet, bestehend aus Schirmer-Test, Tränenmeniskus, Break-up-Time, Lipidinterferenz, Fluoreszein- und Bengal-Rosa-Färbung und subjektiver Visual-Analog-Skala. Die Diagnosen wurden der Augentrockenheit, Angst und Depressionen zugeordnet.

Ergebnisse

Die Diagnosen Angst und Depression war bei 52,7 % der Patienten zu finden: Angstdiagnosen bei 21,8 %, Depressionen bei 15,3 %, Mischformen bei 14,5 %, vegetative Dystonien bei 25,4 % und ohne Diagnose 22,7 %. Häufig waren generalisierte Ängste und Panik mit weiteren Angstdiagnosen verbunden. Selten waren schwere Depressionen wie bipolare affektive Störungen zu finden. Die Augentrockenheit war am schwersten bei der Mischgruppe (0,59), am geringsten bei milden Angststörungen (0,38). Eine Zuordnung einzelner Sicca-Phasenstörungen zu den Diagnosen war nicht zu finden.

Diskussion

Therapieresistente trockene Augen sind häufig verbunden mit psychischen Problemen, Angststörungen und Depressionen. Diese führen über nervale Mechanismen zur Störung der Tränenfunktion. Es gab keine Zuordnung der psychischen Störungen zu den Tränenfilmphasen. Die Kenntnis der psychischen Probleme ermöglicht einen verbesserten Umgang mit trockenen Augen durch psychologische Therapien.

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