Geschlechtersensitivität in Psychiatrie und Psychotherapie
- 01.01.2026
- Psychotherapie
- Einführung zum Thema
- Verfasst von
- Prof. Dr. Birgit Derntl
- Prof. Dr. Ute Habel
- Erschienen in
- Der Nervenarzt | Ausgabe 1/2026
Auszug
Geschlechtersensitive Psychiatrie und Psychotherapie gewinnen derzeit international an Bedeutung, auch wenn dies nach wie vor schleppend und verzögert erfolgt, denn zahlreiche Beiträge haben auf die Bedeutung des Faktors Geschlecht bereits vor Jahren hingewiesen [1‐3]. Sex und Gender beeinflussen die individuelle Persönlichkeit massiv und lebenslang, entsprechend auch die psychische Gesundheit und die Art und das Auftreten von Erkrankungen. Geschlechtseinflüsse auf Vulnerabilität, Symptompräsentation, Krankheitsverlauf und Behandlungsansprechen oder -verlauf sind bei nahezu allen psychischen Störungen sichtbar, werden in Forschung und Leitlinien jedoch noch immer unzureichend berücksichtigt. Diesbezüglich hat die Arbeitsgruppe „Geschlecht und psychische Gesundheit“ im Deutschen Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG) drei Fragen erarbeitet, die als Empfehlung angesehen werden können (https://osf.io/ec9hs):
…
1.
Welchem Geschlecht fühlen Sie sich zugehörig? (Mehrfachnennung möglich)
-
Frau | Mann | Inter* | Nichtbinär | Trans* | Bevorzugte Selbstbezeichnung: … | Ich möchte keine Angabe machen
2.
Welches Geschlecht wurde bei Ihrer Geburt in Ihre Geburtsurkunde eingetragen?
-
Weiblich | Männlich | Divers (Intersex) | Kein Eintrag | Ich möchte keine Angabe machen
3.
Haben Sie einen natürlichen Menstruationszyklus? (Filterfrage, nur für Personen, die NICHT männlich bei Frage 2 angegeben haben)
-
Ja | Nein, weil ich hormonelle Verhütungsmittel nutze | Nein, weil ich schwanger bin, vor kurzem war, stille | Nein, weil ich in den Wechseljahren/der Menopause bin/war | Nein, weil: … | Ich möchte keine Angabe machen
Anzeige
- Titel
- Geschlechtersensitivität in Psychiatrie und Psychotherapie
- Verfasst von
-
Prof. Dr. Birgit Derntl
Prof. Dr. Ute Habel
- Publikationsdatum
- 01.01.2026
- Verlag
- Springer Medizin
- Schlagwörter
-
Psychotherapie
Psychotherapie
Posttraumatische Belastungsstörung
Posttraumatische Belastungsstörung
Posttraumatische Belastungsstörung
Borderline-Muster
Borderline-Muster
Psychiatrie und Psychosomatik
Neurologie - Erschienen in
-
Der Nervenarzt / Ausgabe 1/2026
Print ISSN: 0028-2804
Elektronische ISSN: 1433-0407 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00115-025-01935-2
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.