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9. Pulmonale Manifestationen von Vaskulitiden

  • 2022
  • OriginalPaper
  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

Pulmonale Manifestationen zählen zu den häufigsten Organbeteiligungen der Kleingefäßvaskulitiden, werden aber bei Vaskulitiden großer und mittelgroßer Gefäße nur selten beobachtet. Bis zu 80 % aller Patienten mit einer Granulomatose mit Polyangiitis (GPA) entwickeln im Krankheitsverlauf eine pulmonale Beteiligung, z. B. in Form pulmonaler Granulome, endobronchialer Stenosen oder einer diffusen alveolären Hämorrhagie (DAH). Eine DAH kann auch bei bis zu 30 % aller Patienten mit mikroskopischer Polyangiitis auftreten, bei der granulomatöse Veränderungen per definitionem ausgeschlossen sind. Patienten mit einer eosinophilen Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA) erkranken zunächst an einem schweren Asthma bronchiale und entwickeln im weiteren Krankheitsverlauf in bis zu 70 % flüchtige pulmonale Infiltrate als Korrelat einer eosinophilen Alveolitis. Aufgrund des regelhaften Multiorganbefalls erfolgen Diagnose und Therapie in enger interdisziplinärer Abstimmung zwischen Pneumologen und Rheumatologen und anderen Fachärzten. Pulmonale Manifestationen erfordern eine potente immunsuppressive Therapie mit Kortikosteroiden in Kombination mit langwirksamen Immunsuppressiva wie Cyclophosphamid oder Rituximab.
Titel
Pulmonale Manifestationen von Vaskulitiden
Verfasst von
Bernhard Hellmich
Jörg Henes
Jürgen Hetzel
Copyright-Jahr
2022
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-63651-0_9
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