Skip to main content
Erschienen in:

26.11.2019 | Originalien

Qualitätsverbesserung im konservativen Schmerzmanagement (QUIKS)

Ein Modul des QUIPS-Projekts zum Benchmarking der Schmerztherapie bei Patienten der nichtoperativen Versorgung

verfasst von: PD Dr. med. Joachim Erlenwein, Christopher Bertemes, Steffen Kunsch, Antje Göttermann, Marcus Komann, Lars Sturm, Frank Petzke, Winfried Meißner

Erschienen in: Der Schmerz | Ausgabe 1/2020

Einloggen, um Zugang zu erhalten

Zusammenfassung

Hintergrund

Nationale und internationale Erhebungen zeigen, dass die Qualität der Schmerztherapie im Krankenhaus, insbesondere auch in den nichtoperativen Fachbereichen, Defizite aufweist.

Ziel der Arbeit

Ziel war es, analog zu dem auf die operative Schmerztherapie ausgerichteten Qualitätssicherungsinstrument QUIPS (Qualitätsverbesserung in der postoperativen Schmerztherapie) ein Modul für Ergebnis- und Prozessparameter für Patienten im Rahmen einer konservativen Krankenhausbehandlung zu entwickeln und klinisch zu validieren.

Material und Methoden

In einem 4‑stufigen Vorgehen erfolgte die Adaption des QUIPS-Ergebnis- und Prozessbogens des QUIPS-Moduls an Gegebenheiten der konservativen Medizin. Es erfolgten eine systematische Testung und klinische Validierung bei Patienten der inneren Medizin, Neurologie und Dermatologie.

Ergebnisse

973 Patienten wurden eingeschlossen (Einschlussquote 74 %; n = 403 innere Medizin, n = 401 Neurologie, n = 169 Dermatologie). Der Großteil füllte den Fragebogen eigenständig aus, 33 % der Patienten benötigten Unterstützung, meist in Form eines Interviews. Die meisten Fragen zur Schmerzintensität und Funktion wurden vollständig erfasst; wenige Fehlwerte lagen vor. Schwierig zeigte sich die Bewertung des Outcomes, da viele Patienten unabhängig von einer Schmerztherapie keine Schmerzen hatten. Da zum Befragungszeitpunkt oft keine abschließende Diagnose bestand, wurden im Vergleich zu der bei QUIPS verwendeten OPS-Codierung organbezogene Krankheitsgruppen mit Wortdiagnosen entwickelt.

Diskussion

In Ergänzung zu den operativen Modulen von QUIPS steht nun mit QUICKS (Qualitätsverbesserung im konservativen Schmerzmanagement) ein Instrument zur Qualitätssicherung der Schmerzbehandlung bei Patienten in konservativen Fachbereichen zur Verfügung.
Anhänge
Nur mit Berechtigung zugänglich
Literatur
1.
Zurück zum Zitat Apfelbaum JL, Chen C, Mehta SS et al (2003) Postoperative pain experience: results from a national survey suggest postoperative pain continues to be undermanaged. Anesth Analg 97:534–540 (table of contents)CrossRef Apfelbaum JL, Chen C, Mehta SS et al (2003) Postoperative pain experience: results from a national survey suggest postoperative pain continues to be undermanaged. Anesth Analg 97:534–540 (table of contents)CrossRef
2.
Zurück zum Zitat Erlenwein J, Moroder A, Biermann E et al (2018) Delegation ärztlicher Tätigkeiten in der Akutschmerztherapie. Anaesthesist 67:38–46CrossRef Erlenwein J, Moroder A, Biermann E et al (2018) Delegation ärztlicher Tätigkeiten in der Akutschmerztherapie. Anaesthesist 67:38–46CrossRef
3.
Zurück zum Zitat Erlenwein J, Stamer U, Koschwitz R et al (2014) Akutschmerztherapie in der stationaren Versorgung an deutschen Krankenhäusern: Ergebnisse des Akutschmerzzensus 2012. Schmerz 28:147–156CrossRef Erlenwein J, Stamer U, Koschwitz R et al (2014) Akutschmerztherapie in der stationaren Versorgung an deutschen Krankenhäusern: Ergebnisse des Akutschmerzzensus 2012. Schmerz 28:147–156CrossRef
4.
Zurück zum Zitat Gerbershagen HJ, Aduckathil S, van Wijck AJ et al (2013) Pain intensity on the first day after surgery: a prospective cohort study comparing 179 surgical procedures. Anesthesiology 118:934–944CrossRef Gerbershagen HJ, Aduckathil S, van Wijck AJ et al (2013) Pain intensity on the first day after surgery: a prospective cohort study comparing 179 surgical procedures. Anesthesiology 118:934–944CrossRef
5.
Zurück zum Zitat Isenberg T (2015) Gesundheitsministerkonferenz der Länder beschließt Schritte zu einer besseren Schmerzversorgung. Deutsche Schmerzgesellschaft e. V., Berlin Isenberg T (2015) Gesundheitsministerkonferenz der Länder beschließt Schritte zu einer besseren Schmerzversorgung. Deutsche Schmerzgesellschaft e. V., Berlin
6.
Zurück zum Zitat Korczak D, Kuczera C, Rust M (2013) Akutschmerztherapie auf operativen und konservativen Stationen. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information, Köln Korczak D, Kuczera C, Rust M (2013) Akutschmerztherapie auf operativen und konservativen Stationen. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information, Köln
7.
Zurück zum Zitat Laubenthal H (2007) Leitlinie „Behandlung akuter perioperativer und posttraumatischer Schmerzen“. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften, Berlin Laubenthal H (2007) Leitlinie „Behandlung akuter perioperativer und posttraumatischer Schmerzen“. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften, Berlin
8.
Zurück zum Zitat Lux EA, Zimmermann M, Meissner W et al (2015) QUIPSambulant. Ein Tool zur Qualitatssicherung in der Akutschmerztherapie nach ambulanten Operationen. Schmerz 29:293–299CrossRef Lux EA, Zimmermann M, Meissner W et al (2015) QUIPSambulant. Ein Tool zur Qualitatssicherung in der Akutschmerztherapie nach ambulanten Operationen. Schmerz 29:293–299CrossRef
9.
Zurück zum Zitat Maier C, Nestler N, Richter H et al (2010) Qualität der Schmerztherapie in deutschen Krankenhäusern. Dtsch Arztebl Int 107:607–614PubMedPubMedCentral Maier C, Nestler N, Richter H et al (2010) Qualität der Schmerztherapie in deutschen Krankenhäusern. Dtsch Arztebl Int 107:607–614PubMedPubMedCentral
10.
Zurück zum Zitat Meißner W (2009) Qualitätssicherung in der postoperativen Schmerztherapie – Benutzerhandbuch, Standard Operating Procedures (SOPs) Meißner W (2009) Qualitätssicherung in der postoperativen Schmerztherapie – Benutzerhandbuch, Standard Operating Procedures (SOPs)
11.
Zurück zum Zitat Meißner W, Komann M, Erlenwein J et al (2017) The quality of postoperative pain therapy in German hospitals. Dtsch Arztebl Int 114:161–167PubMedPubMedCentral Meißner W, Komann M, Erlenwein J et al (2017) The quality of postoperative pain therapy in German hospitals. Dtsch Arztebl Int 114:161–167PubMedPubMedCentral
12.
Zurück zum Zitat Meißner W, Mescha S, Rothaug J et al (2008) Qualitätsverbesserung der postoperativen Schmerztherapie – Ergebnisse des QUIPS-Projekts. Dtsch Arztebl Int 105:865–870PubMedPubMedCentral Meißner W, Mescha S, Rothaug J et al (2008) Qualitätsverbesserung der postoperativen Schmerztherapie – Ergebnisse des QUIPS-Projekts. Dtsch Arztebl Int 105:865–870PubMedPubMedCentral
13.
Zurück zum Zitat Messerer B, Weinberg AM, Sandner-Kiesling A et al (2010) QUIPSI – Qualitatsverbesserung der postoperativen Schmerztherapie bei Kindern. Anasthesiol Intensivmed Notfallmed Schmerzther 45:592–594CrossRef Messerer B, Weinberg AM, Sandner-Kiesling A et al (2010) QUIPSI – Qualitatsverbesserung der postoperativen Schmerztherapie bei Kindern. Anasthesiol Intensivmed Notfallmed Schmerzther 45:592–594CrossRef
14.
Zurück zum Zitat Rothaug J (2013) Schmerzerfassung in der postoperativen Schmerztherapie: psychometrische Qualität von QUIPS und PAIN OUT Rothaug J (2013) Schmerzerfassung in der postoperativen Schmerztherapie: psychometrische Qualität von QUIPS und PAIN OUT
15.
Zurück zum Zitat Rothaug J, Zaslansky R, Schwenkglenks M et al (2013) Patients’ perception of postoperative pain management: validation of the international pain outcomes (IPO) questionnaire. J Pain 14:1361–1370CrossRef Rothaug J, Zaslansky R, Schwenkglenks M et al (2013) Patients’ perception of postoperative pain management: validation of the international pain outcomes (IPO) questionnaire. J Pain 14:1361–1370CrossRef
16.
Zurück zum Zitat Schug SA, Palmer GM, Scott D et al (2015) Acute pain management: scientific evidence, 4. Aufl. Working Group of the Australian and New Zealand College of Anaesthetists and Faculty of Pain Medicine, Melbourne Schug SA, Palmer GM, Scott D et al (2015) Acute pain management: scientific evidence, 4. Aufl. Working Group of the Australian and New Zealand College of Anaesthetists and Faculty of Pain Medicine, Melbourne
17.
Zurück zum Zitat Strohbuecker B, Mayer H, Evers GC et al (2005) Pain prevalence in hospitalized patients in a German university teaching hospital. J Pain Symptom Manage 29:498–506CrossRef Strohbuecker B, Mayer H, Evers GC et al (2005) Pain prevalence in hospitalized patients in a German university teaching hospital. J Pain Symptom Manage 29:498–506CrossRef
Metadaten
Titel
Qualitätsverbesserung im konservativen Schmerzmanagement (QUIKS)
Ein Modul des QUIPS-Projekts zum Benchmarking der Schmerztherapie bei Patienten der nichtoperativen Versorgung
verfasst von
PD Dr. med. Joachim Erlenwein
Christopher Bertemes
Steffen Kunsch
Antje Göttermann
Marcus Komann
Lars Sturm
Frank Petzke
Winfried Meißner
Publikationsdatum
26.11.2019
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Der Schmerz / Ausgabe 1/2020
Print ISSN: 0932-433X
Elektronische ISSN: 1432-2129
DOI
https://doi.org/10.1007/s00482-019-00429-w

Weitere Artikel der Ausgabe 1/2020

Der Schmerz 1/2020 Zur Ausgabe

Originalien

Elosan-Therapie

Neu im Fachgebiet AINS

Schläge auf den Rücken sind die beste Erste Hilfe

11.07.2024 Techniken in der Notfallmedizin Nachrichten

Bei der Aspiration eines Fremdkörpers mit Verschluss der Atemwege ist rasche Hilfe erforderlich. Doch welche Methode verspricht den meisten Erfolg? Eine Studie aus Kanada hat drei Techniken miteinander verglichen.

Bewusstsein während Reanimation – gibt es "typische" Fälle?

10.07.2024 Kardiopulmonale Reanimation Nachrichten

Australische Rettungsdienstdaten deuten darauf hin, dass sich Fälle, in denen eine laufende Reanimation Anzeichen von Bewusstsein induziert, von anderen Wiederbelebungsfällen unterscheiden könnten. Etwa mit Blick auf die Überlebenschancen.

Cholestatische Hepatitis durch Syphilis

09.07.2024 Treponema pallidum Nachrichten

Ein Mann kommt mit Gelbsucht in die Notaufnahme. In der Klinik wird eine cholestatische Hepatitis festgestellt, die Ursache bleibt zunächst jedoch im Dunklen. Erst ein Sehschärfenverlust durch ein Retinaödem weist auf den Auslöser: Treponema pallidum.

Engpass-Syndrom als Rückenschmerz-Ursache oft übersehen?

04.07.2024 Nacken- und Rückenschmerz Nachrichten

Hinter anhaltenden Rückenschmerzen im Bereich der Lendenwirbel könnte ein Engpass-Syndrom der oberen Gesäßnerven stecken. Wie eine Studie aus Istanbul nahelegt, wird dieses in der Praxis möglicherweise häufig übersehen.

Update AINS

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.