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01.09.2013 | Originalien | Ausgabe 6/2013

Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin 6/2013

Querschnittstudie der Strukturqualität deutscher Intensivstationen

Eine Reevaluation der Strukturdaten des DIVI-Registers

Zeitschrift:
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin > Ausgabe 6/2013
Autoren:
Dr. C. Fölsch, N. Kofahl, C. Waydhas, R. Stiletto
Wichtige Hinweise
Zusatzmaterial online: Zu diesem Beitrag sind unter 10.​1007/​s00063-013-0251-1 für autorisierte Leser zusätzliche Dateien abrufbar.
Mit Unterstützung der „AG Qualitätssicherung der (DIVI) Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensivmedizin“.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Effektivität intensivmedizinischer Behandlung gewinnt aufgrund des steigenden Kostendrucks an Bedeutung. Das nationale Intensivmedizinregister ist Grundlage für Informationen zur Struktur sowie Prozessqualität und Ergebnisqualität von Intensivstationen. Die metachrone Reevaluation der Strukturdaten des DIVI-Registers liefert Daten für die Entwicklung der intensivmedizinischen Einheiten unter veränderten ökonomischen Bedingungen.

Methode

Die Daten wurden nach Ersterhebung in 2000 erneut im Jahr 2008 in einer multizentrischen Querschnittstudie deutscher Intensivstationen erhoben. Die Stichproben waren repräsentativ für die Gesamtheit der Kliniken. Erfasst wurden Daten zum Versorgungsauftrag, der technischen und personellen Ausstattung, der Trägerschaft des Hauses sowie zur Beatmung von Patienten.

Ergebnisse

Die personelle und technische Situation hat sich von 2000 bis 2008 verbessert. Es verbleibt ein reduziertes logistisches Angebot der Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung außerhalb der Regeldienstzeiten. Die Auslastung der Intensivbetten hat sich nicht relevant verändert. Die Existenz von IMC-Stationen hat keine signifikante Veränderung der Beatmungszeiten sowie des Anteils beatmeter Patienten bewirkt. Die Gesamtzahl der Intensivbetten ist ebenso wie die mittlere Bettenzahl der Einheiten sowie die Anzahl behandelter Patienten pro Bett unverändert. Eine Umschichtung der Intensivbetten zu Häusern in privater Trägerschaft ist festzustellen, obwohl die Mehrzahl der schwerkranken und kostenintensiven Patienten in Häusern der Maximalversorgung oder in Spezialkliniken versorgt worden sind. Die Struktur der untersuchten Krankenhäuser war zu beiden Zeitpunkten vergleichbar.

Schlussfolgerungen

Die Einführung der IMC-Stationen hat in 2008 gegenüber 2000 keine signifikante Veränderung der Beatmungsstatistik bewirkt. Eine medizinische Erklärung für die Verschiebung von Intensivbetten zu privaten Trägern ist nicht erkennbar. Auffällig ist eine erhebliche Schwankungsbreite personeller Ressourcen und des Patientenaufkommens. Die durchschnittliche Auslastung der Intensivbetten variiert weder zwischen den Beobachtungszeitpunkten noch zwischen den Krankenhäusern verschiedener Versorgungsstufen signifikant. Das personelle und diagnostische Angebot hat sich positiv entwickelt, bleibt in Häusern der Regelversorgung im Bereitschaftsdienst jedoch eingeschränkt. Eine weitere Verbesserung der fachärztlichen Präsenz ist zur Verbesserung der Prozessqualität wünschenswert.

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