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26.06.2017 | Leitthema | Ausgabe 9/2017

Der Chirurg 9/2017

R1-Resektion beim Pankreaskarzinom

Zeitschrift:
Der Chirurg > Ausgabe 9/2017
Autoren:
PD Dr. G. F. Weber, S. Kersting, F. Haller, R. Grützmann

Zusammenfassung

Hintergrund

Die chirurgische Therapie ist das einzig potenziell kurative Therapieverfahren beim Pankreaskarzinom, eine R0-Situation wird aber nicht immer erreicht.

Fragestellung

Der Einfluss einer R1-Situation beim Pankreaskarzinom auf das Überleben und die Behandlungsmöglichkeiten (operativ/multimodal) bei nachgewiesener R1-Situation (intra-/postoperativ)

Ergebnisse

Bei intraoperativ nachgewiesener R1-Situation kann durch eine Nachresektion (Pankreasparenchym, Gallengang, Magen, venöse Gefäße) oftmals eine R0-Situation erreicht werden. Die Erweiterung der Operation mit arterieller Gefäßresektion bzw. die Resektion von Nachbarorganen ist manchmal technisch-chirurgisch durchführbar und kann im Einzelfall erwogen werden. Durch neue neoadjuvante und adjuvante Therapiekonzepte konnte sowohl die Rate an resezierbaren Pankreaskarzinomen erhöht, als auch das Überleben von Patienten mit einer R0/R1-Situation verbessert werden.

Schlussfolgerungen

Das Ziel der chirurgischen Therapie beim Pankreaskarzinom sollte die R0-Resektion sein, da die R1-Resektion mit einem verminderten Überleben einhergeht.

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