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13.05.2020 | Leitthema | Ausgabe 8/2020

HNO 8/2020

Radikalität der Kieferhöhlenoperation und Größe des Kieferhöhlenfensters

Zeitschrift:
HNO > Ausgabe 8/2020
Autoren:
PD Dr. F. Sommer, T. Hoffmann, J. Lindemann, J. Hahn, M.-N. Theodoraki

Zusammenfassung

Radikale Kieferhöhlenoperationen galten bis in die 1990er-Jahre als Standardeingriff bei Erkrankungen der Kieferhöhle, werden aber aufgrund der hohen Morbidität nicht mehr favorisiert. Die „functional endoscopic sinus surgery“ (FESS) gilt heute als Goldstandard der Nebenhöhlenchirurgie. Modifikationen der Zugangswege ermöglichen heute auch Zugänge zu bisher schwierig erreichbaren Regionen der Kieferhöhle. Je nach Anatomie und pathologischer Veränderung können unterschiedliche Arten der Erweiterung des Kieferhöhlenostiums gewählt werden. Bei der Sinusotomie Typ I wird das natürliche Ostium um maximal 1 cm nach dorsal erweitert. Die Sinusotomie Typ II beinhaltet eine Erweiterung des natürlichen Ostiums bis zu einem maximalen Durchmesser von 2 cm. Bei der Sinusotomie Typ III erfolgt eine Erweiterung des Ostiums nach dorsal bis zur Hinterwand des Sinus maxillaris und nach kaudal bis zum Ansatz der unteren Muschel. Als invasivere Zugänge stehen neben dem prälakrimalen Zugang die mediale Maxillektomie, bei der die mediale Wand der Kieferhöhle reseziert wird, und deren Modifikationen „mega antrostomy“ und „extended maxillary antrostomy“ zur Verfügung. Die richtige Wahl der Größe des Kieferhöhlenfensters ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Therapie und für den langfristigen postoperativen Erfolg. Isolierte purulente sinusitische Beschwerden der Kieferhöhle können i. d. R. durch defensive Erweiterungen des Ostiums (Typ I) therapiert werden. Die Sinusotomie Typ II wird bei Polyposis nasi mit Beteiligung der Mukosa des Ostiums, rezidivierender Stenose nach Voroperation, chronischer Sinusitis maxillaris aufgrund zystischer Fibrose, eitriger Sinusitis maxillaris mit Beteiligung benachbarter Nebenhöhlen eingesetzt. Eine Sinusotomie Typ III ist erforderlich bei Choanalpolypen mit Ansatz am Boden der Kieferhöhle, ausgedehnter Polyposis und Pilzsinusitis sowie bei invertiertem Papillom. Vor allem bei (Rezidiv‑)Erkrankungen und ausgedehnten Interventionen in der Kieferhöhle können die mediale Maxillektomie und deren Modifikationen erforderlich werden.

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