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22.08.2019 | Leitthema | Ausgabe 10/2019

Der Onkologe 10/2019

Radiotherapie extranodaler Non-Hodgkin-Lymphome

Zeitschrift:
Der Onkologe > Ausgabe 10/2019
Autor:
Prof. Dr. med. Heinz Schmidberger

Zusammenfassung

Hintergrund

Aus retrospektiven Analysen mit historischen Kontrollen lässt sich eine Prognoseverbesserung der extranodalen Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) durch eine Involved-Site-Radiotherapie (ISRT) in den limitierten Stadien (I und II) ableiten. Veränderungen der histologischen Klassifikationen, der Definition des Extranodalbefalls und der Systemtherapie über die Jahre erschweren die Analyse von retrospektiven Daten. In der folgenden Übersicht werden Therapiekonzepte, wie sie derzeit aus der verfügbaren Literatur abzuleiten sind, zusammenfassend dargestellt.

Material und Methoden

Diese Arbeit basiert auf einer systematische Literaturrecherche in der Datenbank PubMed mit folgenden Schlüsselwörtern: lymphoma, extranodal, radiotherapy.

Ergebnisse

Als grobe Regel kann bei extranodalen Befällen in den Stadien I und II die Radiotherapie des gesamten befallenen Organs empfohlen werden. Bei den indolenten Lymphomen ist die Radiotherapie mit mittleren Dosen von 24–30 Gy kurativ. Bei aggressiven Lymphomen wird die Radiotherapie des befallenen Organs nach der Chemotherapie durchgeführt. Bei kompletter Remission werden 30 Gy und bei inkompletter Remission 40 Gy empfohlen. Daneben gibt es eine Reihe von Sonderfällen (NK-T-Zell-Lymphome, kutane CD30-positive Lymphome), welche eine hoch dosierte Radiotherapie erfordern.

Schlussfolgerung

Verbesserungen der Bildgebung und der Systemtherapie werden auch in der Zukunft immer wieder eine Anpassung dieser Konzepte erfordern. Studienkonzepte, die veränderte Systemtherapien prüfen, sollten möglichst im faktoriellen Design auch die Rolle der Strahlentherapie neu evaluieren.

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Literatur
Über diesen Artikel

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