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01.07.2007 | Übersichten | Ausgabe 7/2007

Der Hautarzt 7/2007

Rationale Behandlung von Patienten mit Verbrennungen 1. Grades

Zeitschrift:
Der Hautarzt > Ausgabe 7/2007
Autoren:
Prof. Dr. Dr. E. Proksch, J.-M. Jensen, A. Crichton-Smith, A. Fowler, J. Clitherow

Zusammenfassung

Verbrennungen 1. Grades sind der häufigste Typ der Verbrennung. Trotzdem wird diese Verbrennung oft unzureichend behandelt. Die Methoden der Therapie und der Erkrankungsverlauf sind nur wenig dokumentiert, da die Erkrankung meist nicht ernst genommen wird. Verbrennungen 1. Grades werden durch thermische Schädigung oder durch UV-Strahlung (Dermatitis solaris) verursacht. Die Pathophysiologie und das therapeutische Vorgehen sind ähnlich, wenngleich die Schädigungen mit unterschiedlicher Zeitkurve auftreten: sofortige Schädigung durch Kontakt mit heißen Gegenständen, Flüssigkeiten oder Feuer, protrahierte Schädigung bei einer Dermatitis solaris. Nach initialer Kühlung mit Wasser für einige Minuten sind Emulsionen mit einem hohen Anteil von Wasser und einem geringeren Anteil von hautverträglichen Lipiden (O/W-Emulsionen) zur Behandlung einer Verbrennung 1. Grades oder einer Dermatitis solaris am besten geeignet. Wasser führt durch Verdunstungskälte zur Reduktion der Entzündung; Lipide beschleunigen die Reparatur der geschädigten Barriere und verhindern eine Austrocknung. Insbesondere Schaumsprays eignen sich – neben Lotionen – sehr gut zur Behandlung von Verbrennungen 1. Grades, da die Präparate zudem leicht und schmerzfrei aufzutragen sind. Der Einsatz von topischen Kortikosteroiden ist nicht zu empfehlen, da eine Überlegenheit gegenüber dem Vehikel nicht gezeigt wurde.

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