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10.02.2020 | Sonderbericht | Onlineartikel | Bionorica SE

Akute Bronchitis bei Kindern und Jugendlichen

Rationale Phytotherapie mit der Kombination aus Thymian und Efeu

Bei einer akuten Bronchitis ist die Entzündungsreaktion in den Bronchien die Hauptursache für den Husten. Um das Symptom Husten zu lindern, sollte durch eine Therapie die Entzündung reduziert und festsitzender Schleim gelöst werden. Wie Studiendaten zeigen, wirkt die Thymian-Efeu-Extraktkombination antiphlogistisch, sekretnormalisierend sowie hustenberuhigend und vermindert dadurch die Symptomatik - auch bei Kindern und Jugendlichen.

Während Erwachsene etwa zwei- bis dreimal im Jahr erkältet sind, leiden Kinder in dieser Zeit durchschnittlich etwa sechs- bis zehnmal an einer Erkrankung der oberen oder unteren Atemwege. Die höhere Anzahl an Erkältungen begründet sich vor allem dadurch, dass die Atemwege und das Immunsystem in den ersten Lebensjahren noch nicht ausgereift sind. Hinzu kommt, dass die Kinder in der Kindertagesstätte oder Schule mit zahlreichen Erkältungserregern in Kontakt kommen, sodass ihr Ansteckungsrisiko erhöht ist und mit rezidivierenden Infektionen gerechnet werden muss.

Gerade Husten als Hauptsymptom einer akuten Bronchitis kann bei Kindern oft sehr ausgeprägt und langanhaltend sein [1]. Zudem ist Atemnot bei kleinen Kindern mit akuter Bronchitis - anders als bei Erwachsenen - nicht ungewöhnlich. Denn der durch die Entzündung der Atemwege entstehende Schleim kann aufgrund der noch schwachen Atemhilfsmuskulatur nicht abgehustet werden. Er verschließt die feinen Bronchiolen und erschwert so die Atmung [1]. Oft werden verunsicherte Eltern dann bei einem Kinderarzt vorstellig und fragen nach einem Antibiotikum für ihr Kind.

Antibiotika sparen, Resistenzen vermeiden

Eine Antibiotikatherapie ist allerdings nur in den wenigsten Fällen indiziert, weil Atemwegsinfektionen zu mehr als 90 % viral bedingt sind. Dennoch werden Antibiotika in der ambulanten Praxis nach wie vor zu häufig eingesetzt, und oftmals werden unnötigerweise Breitbandantibiotika verordnet. Dies erhöht nicht nur die Resistenzproblematik, sondern schadet den Patienten mitunter sogar: Daten der letzten Jahre zeigen, dass Antibiotika zum Teil langanhaltende Dysbiosen auslösen und das Mikrobiom so verändern können, dass z. B. Infektionen gehäuft auftreten und die Entstehung von autoimmunen und metabolischen Erkrankungen sowie von Allergien begünstigt wird [2, 3].

Pädiater sollten daher Eltern von Kindern mit akuter Bronchitis über diese Fakten aufklären. Viele Patienten schätzen die Erkrankungsdauer bei einer Infektion mit Husten mit fünf bis sieben Tagen viel zu kurz ein, denn tatsächlich dauert die Genesung mit durchschnittlich 18 Tagen deutlich länger [4]. Informiert werden sollte auch über den natürlichen Verlauf einer Bronchitis, die Entstehung von Husten, Therapieoptionen und die Wirkweise eines geeigneten Präparats.

Die drei Phasen der Erkrankung

Unabhängig davon, ob eine Infektion viral oder bakteriell bedingt ist: Ursache der Beschwerden ist immer eine Entzündung. Die bei Infektionen der unteren Atemwege durch Krankheitserreger aktivierten Gewebsmakrophagen schütten Prostaglandin E2 (PGE2) und Chemokine wie Leukotrien B4 (LTB4) aus (Abb. 1). PGE2 triggert den Hustenreiz direkt durch überwiegend chemosensitive Hustenrezeptoren in Rachen, Luftröhre und Bronchien, sodass es zunächst zu einem trockenen, unproduktiven Reizhusten kommt. Diese erste Phase der Erkrankung dauert meist etwa zwei bis drei Tage.

Im weiteren Verlauf lockt LTB4 weitere Entzündungszellen wie z. B. neutrophile Granulozyten in das Gewebe (Leukodiapedese). Diese setzen Abwehrstoffe und Mediatoren frei, welche die Entzündungsreaktion in der Bronchialschleimhaut verstärken. Die mukosale Entzündung führt dann zu einer übermäßigen Produktion von zähem, zunehmend festsitzendem Sekret durch die Becherzellen. Der Schleim wiederum drückt auf mechanosensitive Hustenrezeptoren und löst dadurch einen produktiven Husten aus, der das Sekret mit den darin eingeschlossenen Krankheitserregern aus den Atemwegen abtransportieren soll. Da das Sekret jedoch zäh ist, gelingt dies meist nur schlecht. Diese zweite Phase der Erkrankung kann bis zu zwei Wochen dauern [5, 6].

Aber auch nachdem die Infektion abgeklungen ist, kann in der dritten Phase ein trockener Reizhusten für bis zu acht Wochen persistieren. Ursache ist einerseits eine mechanische Überreizung der bronchialen Hustenrezeptoren. Zudem können durch die anhaltende mukosale Entzündung der Atemwege Chemorezeptoren aktiviert werden. Die bronchiale Hyperreagibilität klingt dadurch nur langsam ab und bewirkt, dass auch unterschwellige Reize wie das Einatmen kalter Luft einen Hustenstoß auslösen können [5].

3-fach-Effekt gegen Symptome und ihre Ursache

Um die Hustenrezeptoren bei Patienten mit akuter Bronchitis zu entlasten, sollte die Behandlung darauf abzielen, die entzündlichen Prozesse in der Bronchialschleimhaut zu bekämpfen, festsitzenden Schleim zu lösen und den Husten zu beruhigen. Die Extraktkombination aus Thymian und Efeu (z. B. Bronchipret® Saft TE für Kinder ab einem Jahr, zur Fachinformation) erfüllt diese Anforderungen: sie wirkt antiphlogistisch, sekretnormalisierend und hustenberuhigend. Hustenanfälle gehen schnell und nachhaltig zurück [7].

Forschungsergebnisse, basierend auf verschiedenen Modellsystemen, belegen diesen 3-fach-Effekt. So führte die Extraktkombination in einem Bronchoalveolitis-Tiermodell dosisabhängig zu einer verringerten Freisetzung des entzündungs- und hustenfördernden PGE2. Zudem wurden weniger entzündungsfördernde Leukotriene wie LTB4 freigesetzt. In der Konsequenz reduzierte sich die Leukozyteninfiltration in die bronchiale Mukosa und Submukosa [8, 9].

Therapie mit Thymian-Efeu-Extrakt

Ergebnisse klinischer Untersuchungen ergänzen diese Befunde: In einer randomisierten, placebokontrollierten Studie konnte bei mehr als 300 Erwachsenen durch die symptomorientierte Phytotherapie mit der Thymian-Efeu-Extraktkombination zwei Tage früher eine Reduktion der Hustenanfälle um 50 % erreicht werden [7]. Die Wirksamkeit des Extrakts konnte auch in einer Studie bei 1.234 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen einem und 17 Jahren mit akuter Bronchitis und produktivem Husten gezeigt werden [10]. Die Ergebnisse der nicht interventionellen Studie zeigen, dass sich die Beschwerden unter der altersentsprechenden Dosierung rasch reduzierten (Abb. 2). Die Verträglichkeit der Extraktkombination wurde von den Prüfärzten sowie den Patienten in beiden Studien als gut bis sehr gut eingestuft [7, 10].

Fazit

Eine gute Aufklärung über die Symptome der akuten Bronchitis sowie eine wirksame Therapie wie mit der Thymian-Efeu-Extraktkombination sind wichtig. Besorgte Eltern erkrankter Kinder werden z. B. bei der Frage, in welchen Fällen ihr Kind nochmals in der Praxis vorgestellt werden sollte, beruhigt und informiert. So kann dem Wunsch nach einer Antibiotikatherapie wirksam begegnet und unnötige Verordnungen können vermieden werden.

Husten und Bronchitis stets behandeln – nicht nur bei Kindern

Um Hustenanfälle nachhaltig zu reduzieren, können Kinder (Alter ≥1 Jahr) mit Husten und Bronchitis mit Bronchipret® Saft TE behandelt werden. Der süß schmeckende Saft ist gut verträglich, wird von den Kindern sehr gut akzeptiert, ist zahnschonend, gluten- und laktosefrei sowie vegan. Speziell für Erwachsene, die sich eine schnell spürbare Wirkung wünschen, steht das Präparat in extra starker und hoch konzentrierter* Tropfen-Form zur Verfügung. Sowohl beim Saft als auch bei den Tropfen liegt ein optimierter Messbecher mit schwarzen Dosierlinien bei, mit dem je nach Altersgruppe leicht und präzise dosiert werden kann.

* Extra stark in Bezug auf die Gesamtmenge pflanzlichen Ausgangsmaterials, das mit einer Einzeldosis Tropfen im Vergleich zum Saft verabreicht wird. Eine höhere Wirkstoffmenge ist nicht gleichzusetzen mit einer stärkeren Wirkung. Hoch konzentriert in Bezug auf die Konzentration des pflanzlichen Ausgangsmaterials (mg/ml) in Tropfen im Vergleich zu Saft.



Impressum

Springer Medizin Expertenworkshop „Einsatz von Antibiotika bei Atemwegsinfektionen? Zeit für einen Paradigmenwechsel!“, München, 15. Mai 2019
Medizin Report aktuell Nr. 468052 in: Pädiatrie 1/2020 
Berichterstattung: Dr. Silke Wedekind, Frankfurt am Main
Leitung Corporate Publishing: Ulrike Hafner (verantwortl. i. S. v. § 55 Abs. 2 RStV) 
Redaktion: Dr. Andreas Strehl
Springer Medizin Verlag GmbH
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14197 Berlin
Geschäftsführer: Joachim Krieger, Fabian Kaufmann
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© Springer Medizin Verlag GmbH
Mit freundlicher Unterstützung der Bionorica SE, Neumarkt

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Literatur

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