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12.05.2017 | Originalien | Ausgabe 3/2017

Rechtsmedizin 3/2017

Rechtsmedizinische Untersuchungen bei Amokfällen

Zeitschrift:
Rechtsmedizin > Ausgabe 3/2017
Autoren:
T. Kamphausen, O. Peschel, M. A. Rothschild, K. Janßen, PD Dr. med. S. Banaschak

Zusammenfassung

Hintergrund

Amokläufe kamen in Deutschland in den letzten Jahren immer wieder sporadisch vor und wurden rechtsmedizinisch untersucht. Sie unterscheiden sich von terroristischen Attentaten weniger im Ablauf als in der Motivation der/des Täter/s.

Ziel der Arbeit

Der vorliegende Beitrag beschreibt rechtsmedizinische Untersuchungen, die zur vollständigen Aufarbeitung eines Amoklaufs erforderlich sind. Ein besonderer Fokus wird auf ihre Organisation gelegt, da die Möglichkeiten zur Beantwortung von Fragen, die im weiteren Verlauf auftreten können, durch die Festlegung von Ablauf und Umfang der Untersuchungen wesentlich bestimmt oder limitiert werden.

Material und Methoden

Untersuchungen vor Ort, Identifikation der betroffenen Personen, Erfassung der Verletzungsmuster (bei Lebenden und Toten), Untersuchung des Täters/Tatverdächtigen, einschließlich chemisch-toxikologischer Untersuchungen, Betrachtung der Einzeltaten und die zusammenfassende Analyse des Gesamtablaufs bilden das Spektrum der rechtsmedizinischen Untersuchungen von Amokläufen. Diese werden sämtlich in enger Kooperation mit den Ermittlungsbehörden durchgeführt.

Ergebnisse

Einzig die Verfügbarkeit der postmortalen Computertomographie, die zunehmende Verbreitung gefunden hat, hat das Methodenspektrum erweitert und bezüglich der Dokumentation knöcherner Verletzungen und der Lokalisation von Projektilen auch deutlich verbessert. Problematisch können unzureichende Untersuchungen oder Untersuchungsbedingungen sein, wenn zu einem späteren Zeitpunkt in der Öffentlichkeit Fragen aufkommen, die primär nicht bedacht wurden und denen damit unzureichend oder gar nicht nachgegangen wurde.

Schlussfolgerung

Untersuchungen von Opfern von Amoktaten unterscheiden sich in Bezug auf die Fallumstände, nicht aber inhaltlich von denen anderer rechtsmedizinischer Untersuchungen. Die sorgfältige und umfassende (sowie damit auch zeitaufwendige) Dokumentation der Untersuchungsbefunde ist obligat.

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