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18.10.2017 | Regionalverfahren | Leitthema | Ausgabe 12/2017

Der Anaesthesist 12/2017

Regionalanästhesie – ändern sich die Standards?

Zeitschrift:
Der Anaesthesist > Ausgabe 12/2017
Autoren:
Prof. Dr. T. Volk, Dr. C. Kubulus

Zusammenfassung

Die Regionalanästhesie hat in den vergangenen Jahren viele Veränderungen erlebt. Impulsgebend ist hier sicherlich die zunehmende Verwendung des Ultraschalls. Neben spannenden Einzelfallbeschreibungen unterschiedlichster Blockademöglichkeiten scheinen sich einige neue Verfahren so zu etablieren, dass sie in der Breite genutzt werden können. Hierzu zählen v. a. Blockaden, bei denen ultraschallgeführt Faszien- oder Muskelschichten anstelle von Nerven aufgesucht werden, wie z. B. die Plexus-cervicalis-Blockade sowie Brustwand- und Bauchwandblockaden. Die Darstellbarkeit anatomischer Strukturen im Ultraschall resultiert in zunehmend genaueren Zielbeschreibungen, z. B. für interskalenäre und N.-femoralis-Blockaden. Auch für die Durchführung von neuroaxialen Blockaden, insbesondere bei Adipösen und Patienten mit schwieriger Anatomie, scheint Ultraschall hilfreich zu sein. Dank eines seit über 10 Jahren bestehenden Registers der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie (DGAI) und des Bundes Deutscher Anästhesisten (BDA) zur Sicherheit in der Regionalanästhesie (nra-dgai.de) war es möglich, Fragen zu Risiken für das Auftreten von Komplikationen zu beantworten und auch protektive Maßnahmen (Tunnelung, Antibiotikaprophylaxe, Sedierung) zu beschreiben. Darüber hinaus kann das Register auch genutzt werden, um die Qualität der klinikeigenen Regionalanästhesie anonym mit allen anderen Teilnehmern zu vergleichen (Benchmark).

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