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05.07.2018 | Leitthema | Ausgabe 5/2018

Gefässchirurgie 5/2018

Registerdaten sind elementar zu den prospektiv randomisierten Studien

Geben sie uns ein deutliches Bild über die Versorgung in Deutschland?

Zeitschrift:
Gefässchirurgie > Ausgabe 5/2018
Autoren:
T. Schmitz-Rixen, G. Jung, M. Steffen, Prof. Dr. R. T. Grundmann

Zusammenfassung

Fragestellung

Ziel der vorliegenden Übersicht ist es, anhand der Datenbasis des Deutschen Instituts für Gefäßmedizinische Gesundheitsforschung (DIGG) der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) der Jahre 2013 bis 2016 Leistung und Grenzen einer Registererhebung zur Versorgung des abdominellen Aortenaneurysmas (AAA) aufzuzeigen.

Material und Methoden

An dem AAA-Register des DIGG beteiligten sich im Minimum 76, maximal 160 Zentren, im Mittel 122 Zentren pro Jahr. Über den gesamten Berichtsraum von 4 Jahren wurden von 13.679 Patienten mit intaktem AAA (iAAA) 10.546 Patienten endovaskulär (EVAR; 77,1 %) und 3133 Patienten (22,9 %) offen (OR) versorgt.

Ergebnisse

Die Klinikletalität war bei EVAR 1,1 %, bei OR 4,9 %. Vergleiche mit DRG-Registerdaten lassen darauf schließen, dass damit etwa ein gutes Drittel aller in Deutschland durchgeführten Eingriffe bei iAAA erfasst wurde. Ob die hier ermittelte Klinikletalität demnach der tatsächlich beobachteten entspricht, ist nicht zu beweisen. Was das rupturierte AAA angeht, so wurden nur von etwa der Hälfte der teilnehmenden Zentren Fälle gemeldet, verstorben sind im Krankenhaus 381 von 1175 (32,4 %) offen oder endovaskulär behandelten Patienten. Die Daten geben insofern noch kein realistisches Bild der Sterblichkeit des rAAA, da nach Auswertung administrativer Daten möglicherweise mehr als ein Drittel der ins Krankenhaus eingewiesenen Patienten mit rAAA nicht operativ/interventionell behandelt werden. Diese Fälle wurden bisher im DIGG-Register nicht dargestellt.

Schlussfolgerung

Die vorliegenden Ausführungen machen deutlich, dass ein verpflichtendes AAA-Register für Deutschland unter dem Gesichtspunkt der Qualitätssicherung unumgänglich ist. Nur so können Operationsindikation, Behandlungsverfahren, Klinikletalität und die Frage der Behandlung in Zentren überprüft werden.

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