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14.11.2017 | Originalien | Ausgabe 6/2017

Pädiatrie & Pädologie 6/2017

Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen in Österreich

Ein Blick zurück und nach vorne

Zeitschrift:
Pädiatrie & Pädologie > Ausgabe 6/2017
Autor:
Univ. Prof. Dr. Wolfgang Sperl

Zusammenfassung

In Österreich gab es bislang keine einzige eigenständige auf die Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen spezialisierte, qualitätsdefinierte Rehabilitationseinrichtung. Vom Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger wurden nach einem EU-weiten Vergabeverfahren für das ganze Bundesgebiet Rehabilitationsaufträge an verschiedene Betreiber vergeben. Dabei wurde besonders auf Struktur‑, Prozess- und Ergebnisqualität für eine profunde Kinder- und Jugendrehabilitation geachtet. Es wurde damit Sorge getragen, dass eigenständige kinder- und jugendspezifische Rehabilitationseinrichtungen entstehen können. Die bisherigen etwa 50 Betten für Kinder- und Jugendrehabilitation wurden auf insgesamt 343 Betten erweitert plus 50 Betten für die familienorientierte Rehabilitation bei hämatoonkologischen Erkrankungen. Die Finanzierung wurde von Sozialversicherungsträgern und Ländern mit adäquaten Tagsätzen sichergestellt. Damit wurde die Grundlage geschaffen, dass in den nächsten Jahren in verschiedenen Regionen in ganz Österreich verteilt Rehabilitationseinrichtungen entstehen können. Trotz der aktuell erfolgten Vergabe steht man in Österreich aber erst am Anfang der Entwicklung einer Rehabilitationskultur für Kinder und Jugendliche. Die Personalrekrutierung, die Abstimmung der Rehabilitationseinrichtungen untereinander, eine zentrale Koordination und Darstellung des Rehabilitationsangebotes für Kinder und Jugendliche und die regionale und überregionale Vernetzung mit Zuweisern und Nachbetreuern müssen schrittweise aufgebaut werden.

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