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14.06.2017 | Reisemedizin | Übersichten | Ausgabe 8/2017

Der Hautarzt 8/2017

Tinea barbae profunda durch Trichophyton mentagrophytes nach Thailand-Reise

Fallbeschreibung und Übersicht

Zeitschrift:
Der Hautarzt > Ausgabe 8/2017
Autoren:
G. Wendrock-Shiga, D. Mechtel, S. Uhrlaß, D. Koch, C. Krüger, Prof. Dr. P. Nenoff
Wichtige Hinweise
Dieser Fall wurde auf der 49. DDG-Jahrestagung 2017 vorgestellt.

Zusammenfassung

Die Tinea barbae ist eine sehr seltene Dermatophytose. Hier wird eine Tinea barbae profunda als Folge einer Reise nach Südostasien beschrieben. Ein Geschäftsmann erkrankte nach einer Thailand-Reise an einer foudroyant verlaufenden abszedierenden Infektion im Oberlippen- und Bartbereich. Die anfängliche Therapie mit Aciclovir p. o. und Ciprofloxacin p. o., später Ampicillin + Sulbactam i. v., war erfolglos. In einer Probeexzision war histologisch mittels Grocott-Gomori-Methenamin-Silber-Färbung Pilzmyzel erkennbar. Daraufhin wurde mit Terbinafin 250 mg über ca. 4 Wochen behandelt, topisch mit 1 % Ciclopiroxolamin-haltiger Creme. In der Pilzkultur wuchs Trichophyton ( T.) mentagrophytes. Zwischenzeitlich erkrankte die deutsche Ehefrau des Patienten an einer Tinea faciei. Aus Hautschuppen von der Wange ließ sich ebenfalls Tmentagrophytes anzüchten. Der zoophile Dermatophyt war identisch mit anderen aktuell in Deutschland gefundenen zoophilen Stämmen von Tmentagrophytes, die ebenfalls in Thailand erworben wurden. Der Patient hatte in Thailand Kontakt zu Female Sexworkern, die als potenzielle Infektionsquelle der Dermatophytose angesehen werden können. Tierkontakt bestand nicht. Die Infektionskette der Dermatophytose aus Thailand reichte wahrscheinlich von der thailändischen Sexworkerin über den hier vorgestellten Patienten bis zu seiner Ehefrau in Deutschland. Dieser Infektionsweg ist erst seit 1 bis 2 Jahren bekannt, bislang wurden in Deutschland, der Schweiz und Österreich jedoch ausschließlich pubogenitale Infektionen (Tinea genitalis profunda) durch Tmentagrophytes nach Südostasien-Reisen beschrieben. Zur Behandlung müssen oral verabreichte Antimykotika eingesetzt werden, an erster Stelle kommt Terbinafin in Betracht, alternativ Fluconazol oder Itraconazol.

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