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01.02.2012 | Operative Techniken | Ausgabe 1/2012

Operative Orthopädie und Traumatologie 1/2012

Rekonstruktion chronischer Glutaeus-medius-Rupturen unter Verwendung eines nichtresorbierbaren Patchs

Zeitschrift:
Operative Orthopädie und Traumatologie > Ausgabe 1/2012
Autor:
Prof. Dr. B. Fink

Zusammenfassung

Operationsziel

Behandlung einer chronischen Glutaeus-medius-Ruptur mit und ohne einliegende Hüft-Totalendoprothese. Verbesserung des Gangbilds und des Insuffizienzhinkens (Trendelenburg-Hinken) durch Verbesserung der muskulären Beckenstabilität sowie Reduktion der Schmerzen im Trochanterbereich.

Indikationen

Chronische Ruptur mit Substanzdefekt und Ausdünnung des M. glutaeus medius und ggf. des M. glutaeus minimus.

Kontraindikationen

Vollständiger knöcherner Verlust des Trochanter majors oder persistierender Infekt.

Operationstechnik

Seitenlagerung des Patienten. Längs verlaufender Hautschnitt über dem Trochanter major etwa 12–15 cm lang. Scharfes Vorgehen bis auf die Faszie und Spalten derselben in Längsrichtung etwas dorsal der Spitze des Trochanter majors. Darstellen der rupturierten Anteile des Glutaeus medius und Mobilisation derselben. Entfernung der Pseudobursitis über dem Trochanter major. Glätten und Anfrischen der Insertionsstelle des vorderen Anteils der Glutealmuskulatur. Transossäre Refixation des vorderen Anteils des M. glutaeus medius mittels FiberWire®-Fäden (Firma Arthrex, München, Deutschland) in der Mason-Allen-Nahttechnik. Annaht des mobilisierten dorsalen Anteils der Glutaeus-medius-Muskulatur. Sicherung der Annähte durch rautenförmige Aufnaht eines nichtresorbierbaren Patchs (z. B. Zimmer Patch, Zimmer GmbH, Winterthur, Schweiz) mit nichtresorbierbarem Faden (z. B. Ethibond, Ethicon, Norderstedt, Deutschland). Schichtweiser Wundverschluss.

Weiterbehandlung

Thromboseprophylaxe. Frühfunktionelle Mobilisation. Zur sicheren Einheilung schrittweiser Belastungsaufbau über 6 Wochen. Für 6 Wochen keine Adduktion und keine aktive Abduktion.

Ergebnisse

Bei 10 Patienten (9 Frauen, 1 Mann) im Alter von 73,4 ± 12,3 Jahren zeigte sich nach 1 Jahr eine deutliche Besserung der Beschwerdesymptomatik. Alle waren schmerzfrei und nicht mehr auf Gehhilfen angewiesen. Vier konnten ohne Trendelenburg-Hinken gehen und bei 6 war ein nur leichtes Hinken zu erkennen. Der Harris-Hip-Score stieg von präoperativ 47,5 ± 9,5 Punkten auf 85,2 ± 7,6 Punkte 1 Jahr postoperativ.

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