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21.12.2021 | Rektumkarzinom | Leitthema

Komplette Response nach neoadjuvanter Therapie: Wie sicher ist die Radiologie?

Zeitschrift:
Der Chirurg
Autoren:
Hanna Kuzior, PD Dr. Dr. Michel Eisenblätter
Wichtige Hinweise

Redaktion

C. T. Germer, Würzburg
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Zusammenfassung

Das Konzept der totalen neoadjuvanten Therapie (TNT) bedeutet einen Paradigmenwechsel in der Behandlung von Patienten mit Rektumkarzinom. In Fällen, in denen die TNT eine komplette klinische Remission („complete clinical response“, cCR) induziert, können nun vermehrt organerhaltende Watch-and-wait-Therapiekonzepte angeboten werden. Damit steigt allerdings der Anspruch an die begleitende Bildgebung zum einen in der Festlegung einer cCR, zum anderen im konsekutiven Follow-up. Wie sicher in diesen Szenarien die Radiologie die an sie gestellten Fragen beantworten kann, wollen wir in diesem Artikel darlegen. Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist etablierter Standard für die lokale Beurteilung des Rektums mit hoher Sensitivität in der Diagnostik von Rektumkarzinomen, Residualtumoren sowie Rezidiven. Der sichere Ausschluss residuellen malignen Gewebes gestaltet sich jedoch schwierig, insbesondere ist die Differenzierung narbiger, avitaler Residuen von relevantem Resttumor mit nur niedriger Spezifität und mäßigem negativ prädiktivem Wert (NPV) möglich. Bisher für die Bildbeurteilung diskutierte Kriterien sind noch nicht breit objektiviert oder in großen Kohorten validiert worden. Eine Verbesserung der diagnostischen Genauigkeit zur Identifikation von Patienten mit cCR nach TNT und dem Monitoring im Rahmen von Watch-and-wait-Therapiekonzepten kann sicherlich durch eine integrierte Beurteilung von MRT-Bildgebung, Endoskopie und Endosonographie sowie klinischen Parametern erreicht werden. Fälle einer inkompletten Response oder eines Lokalrezidivs wird man auf diese Weise rechtzeitig sicher detektieren und eine weitergehende Therapie einleiten können, ohne dass sich dies relevant im Outcome der Patienten niederschlägt.

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