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01.03.2012 | CME Weiterbildung · Zertifizierte Fortbildung | Ausgabe 3/2012

HNO 3/2012

Rezeptorfunktion der Bogengänge

Teil 2: Pathophysiologie, Erkrankungen, klinische Befunde und therapeutische Aspekte

Zeitschrift:
HNO > Ausgabe 3/2012
Autoren:
A. Blödow, M. Bloching, K. Hörmann, PD Dr. L.E. Walther
Wichtige Hinweise
Zusatzmaterial online: Zu diesem Beitrag sind unter 10.​1007/​s00106-011-2438-1 für autorisierte Leser zusätzliche Dateien abrufbar.

Zusammenfassung

Bei Störungen der Rezeptorfunktion der Bogengänge besteht ein pathologischer angulärer vestibulookulärer Reflex (aVOR). Die daraus resultierende gestörte Blickstabilisierung wird als „Schwindel“ interpretiert und ist infolge einer Rezeptorfunktionsstörung aller Bogengänge möglich. Deren Objektivierung erfolgt mittels Video-Kopfimpulstest (KIT). Dabei zeigen sich verdeckte (Catchup-covert-) oder sichtbare (Catchup-overt-) Rückstellsakkaden. Die meisten peripher-vestibulären Störungen lassen sich konservativ behandeln. Chirurgische Therapieoptionen gibt es z. B. beim benignen paroxysmalen Lagerungsschwindel (meist hinterer Bogengang) und beim Syndrom der Dehiszenz der oberen Bogengänge. Vestibuläres Training fördert die zentrale Neueinstellung des VOR. Vor allem beidseitige Störungen der Rezeptorfunktion mit Beteiligung der Bogengänge beeinflussen Navigation, Raumorientierung, zeitliche Wahrnehmung und kognitive Prozesse. Derzeit werden Gleichgewichtsprothesen entwickelt, die künftig als „Ersatz“ für Rezeptoren implantiert werden könnten.

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