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Ernährungsmedizin Fasten und Rheuma: erwägenswert oder gefährlich?

Erschienen in:

Auszug

Fasten gilt seit Jahrhunderten als gesundheitsförderlich. Für Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises liegen lediglich wenige Studien vor, die Effekte der Methode auf die Entzündungsaktivität erfasst haben. Eine Untersuchung aus den 1990er-Jahren spricht dafür, dass eine Fastenperiode bei rheumatoider Arthritis (RA) die Zahl schmerzhafter und geschwollener Gelenke reduzieren könnte. Nach heutigen Qualitätskriterien weist die Studie aber Schwächen auf. Die Kommission für Komplementäre Heilverfahren und Ernährung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie (DGRh) hat die Evidenz zum Fasten gesichtet und kommt zum Schluss: Bei vorselektierten Patientinnen und Patienten kann Fasten als ergänzende Maßnahme sinnvoll in ein rheumatologisches Therapiekonzept integriert werden. Dafür muss folgende Checkliste erfüllt sein:
  • Fasten sollte nur unter medizinischer Aufsicht erfolgen. Bestimmte Medikamente oder Vorerkrankungen können gegen die Durchführung sprechen.
  • Fasten eignet sich nicht bei Personen mit starkem Untergewicht, Essstörungen oder einer Gicht.
  • Nach dem Fasten empfiehlt es sich, auf eine entzündungshemmende Ernährung wie die mediterrane Küche umzusteigen. Diese zeichnet sich durch einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen und Antioxidanzien aus.
  • Der Verzicht auf entzündungsfördernde Lebensmittel wie rotes Fleisch, gesättigte Fette und Zucker kann langfristig positive Auswirkungen haben.
Titel
Ernährungsmedizin
Fasten und Rheuma: erwägenswert oder gefährlich?
Verfasst von
Redaktion Facharztmagazine
Publikationsdatum
23.06.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Orthopädie & Rheuma / Ausgabe 3/2025
Print ISSN: 1435-0017
Elektronische ISSN: 2196-5684
DOI
https://doi.org/10.1007/s15002-025-5100-0

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