Zum Inhalt

Paradigmenwechsel in der Allergieprävention

Erschienen in:

Zusammenfassung

Allergie ist eine chronische Überempfindlichkeit gegenüber an sich harmlosen Umweltantigenen, die durch das Immunsystem verursacht wird. Allergische Erkrankungen betreffen bei Kindern meist die Atemwege (Asthma bronchiale, allergische Rhinitis), den Darm (Nahrungsmittelallergien) oder die Haut (atopisches Ekzem). Rückblickend über die letzten 10 Jahre zeigt sich, dass die meisten Allergieprävalenzen ihr Maximum erreicht haben, die Kontaktallergie sogar sinkt. Doch mit einer Ausnahme: Die Asthmaprävalenz bei Jungen steigt weiter an. Aktuelle Empfehlungen zur Prävention allergischer Erkrankungen für den Klinikalltag sind in einem Prozess der Veränderung begriffen. Die „alte“ allergenzentrierte Sichtweise, die den Aspekt der Allergenmeidung in den Vordergrund gestellt hat, wird zunehmend von einer Sichtweise abgelöst, die eine frühe Exposition gegenüber Umweltantigenen bzw. -allergenen als wichtiges allergiepräventives Element zur dauerhaften Toleranzinduktion sieht. Unter diesem Gesichtspunkt muss eine Reihe von derzeit (noch) gültigen Empfehlungen auf den Prüfstand gestellt werden. Dies betrifft insbesondere die Gabe von hydrolysierter Kuhmilchformula und die Beikosteinführung. Unstrittig sind die Empfehlungen, dass Kinder nach Möglichkeit in den ersten 4 Lebensmonaten vollständig gestillt werden sollen. Übergewicht stellt einen Risikofaktor für allergische Erkrankungen dar. Ein weiterer wichtiger Kernpunkt der Präventionsempfehlungen wird bleiben, dass eine Passivrauchexposition gemieden werden muss.
Titel
Paradigmenwechsel in der Allergieprävention
Verfasst von
Prof. Dr. M. Brunner-Weinzierl
M. V. Kopp
Publikationsdatum
16.05.2018
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Monatsschrift Kinderheilkunde / Ausgabe 8/2018
Print ISSN: 0026-9298
Elektronische ISSN: 1433-0474
DOI
https://doi.org/10.1007/s00112-018-0512-4
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Passend zum Thema

ANZEIGE

Erste Symptome? Schnell reagieren!

Erkältungsviren können weit mehr als einen Schnupfen auslösen: Sie können von der Nase tief in die Bronchien wandern. Hilfe bringt eine frühe Therapie, die obere und untere Atemwege entlastet. Mehr erfahren »

G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG

Passend zum Thema

APDS im Praxisalltag erkennen

Das klinische Bild von APDS ist heterogen mit erhöhter Infektanfälligkeit, Immunschwäche, Autoimmunität, Malignität, Allergien und Autoinflammation. Betroffene weisen zwar typische Laborabnormitäten auf, aber eine eindeutige Diagnose kann jedoch nur anhand einer genetischen Untersuchung gestellt werden.

Pathomechanismus – warum Betroffene unter APDS leiden

Ursache von APDS (Activated Phosphoinositide 3-Kinase Delta Syndrome) ist ein Gendefekt der zellulären Phosphoinositid-3-Kinase δ (PI3Kδ). Dieses Enzym gehört zur Familie der Kinasen und spielt eine zentrale Rolle bei der zellulären Signaltransduktion, insbesondere bei der Entwicklung und Funktion des Immunsystems.

ANZEIGE

Seltener Immundefekt: Activated Phosphoinositide 3-Kinase δ Syndrome (APDS)

Beim Activated Phosphoinositide 3-Kinase Delta Syndrome (APDS) handelt es sich um einen seltenen, schweren progredienten Immundefekt mit äußerst heterogener Symptomatik. Eine frühzeitige Diagnosestellung und Therapie ist für das Überleben der Patienten von entscheidender Bedeutung. 

Passend zum Thema

ANZEIGE

S2k-Leitlinie bestätigt Thymian-Efeu-Kombination bei akutem Husten

Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) hat am 28. Februar 2025 die aktualisierte „S2k-Leitlinie Fachärztliche Diagnostik und Therapie von erwachsenen Patienten mit Husten“ veröffentlicht. Das Update der Leitlinie aus 2019 bestätigt die „Sollte“-Empfehlung für Phytopharmaka mit Evidenzbasis bei akutem Husten, zu denen unter anderem die Thymian-Efeu-Kombination zählt. Dies unterstreicht die wissenschaftliche Evidenz der Pflanzenkombination.

ANZEIGE

Resistenzen: Deutschlands Antwort auf die stille Pandemie

Laut WHO werden 2050 weltweit ca. 10 Mio. Todesfälle durch Infektionen mit multiresistenten Keimen erwartet. Höchste Zeit für ein entschlossenes Handeln. Deutschland begegnet den aktuellen Herausforderungen mit einer umfassenden Strategie und einem engagierten Aktionsplan. Hier geht’s zur aktuellen Übersicht.

ANZEIGE

Gemeinsam gegen Antibiotika Resistenzen

  • Content Hub

Die WHO schlägt Alarm und fordert ein Umdenken im Antibiotikaeinsatz. Wir machen mit. Sie auch? Dann finden Sie auf dieser online Themenseite therapierelevante Informationen für einen rationalen Antibiotikaeinsatz und welchen Stellenwert Experten einer evidenzbasierten Phytotherapie einräumen. Praxisnah. Kompakt. Aktuell. Jetzt informieren.

Bionorica SE

Podcasts zu passenden Themen

Podcast

Chronisches Handekzem: wenn Belastung zum Alltag wird

Das chronische Handekzem zählt zu den häufigsten berufsbedingten Hauterkrankungen und kann Betroffene selbst bei einfachen Tätigkeiten wie schreiben oder Schuhe binden stark beeinträchtigen. Welche Auswirkungen dies auf den privaten und beruflichen Alltag der Betroffenen hat, erfahren Sie im Podcast.

Mit freundlicher Unterstützung von:
  • LEO Pharma GmbH
Podcast

Chronisches Handekzem effektiv behandeln

Das chronische Handekzem ist eine heterogene, fluktuierende und langandauernde Hauterkrankung mit erheblichen Auswirkungen auf die Lebensqualität der Betroffenen. Wenn für Betroffene topische Kortikosteroide nicht ausreichen oder nicht geeignet sind steht ihnen nun eine alternative topische Therapie zur Verfügung. Warum diese Therapieoption den Behandlungsalltag nachhaltig verbessert, hören Sie im Podcast.

Mit freundlicher Unterstützung von:
  • LEO Pharma GmbH
Podcast

Kopf-Hals-Ekzem: eine besondere therapeutische Herausforderung

Der Befall von Kopf und Hals zählt zu den sichtbarsten und für Betroffene besonders belastenden Manifestationen der atopischen Dermatitis. Gerade hier stoßen konventionelle Therapien oft an ihre Grenzen. Welche Optionen hier zielgerichtete Therapien bieten, erfahren Sie im Podcast.

Mit freundlicher Unterstützung von:
  • LEO Pharma GmbH

Passend zum Thema

ANZEIGE

Wenn Kortison Angst macht

Patienten mit Ekzemen gehören zum Alltag in der Hausarztpraxis - doch die Angst vor Kortison verunsichert viele Betroffene. Mit einem klaren Behandlungsplan und verständlicher Aufklärung lassen sich Unsicherheiten vermeiden und Patienten mit atopischer Dermatitis sicher, nachhaltig und leitliniengerecht begleiten.

ANZEIGE

Ein Meilenstein für mehr Sicherheit bei beruflich bedingtem Hautkrebs (BK 5103)

Lichtschutz ist zentral für die Prävention arbeitsbedingter Dermatosen. Mit der BG-Zertifizierung ist Anthelios UVMune 400 Invisible Fluid von La Roche-Posay nun das erste und einzige erstattungsfähige Präparat für diese Indikation – bei nachgewiesenem Schutz auf höchstem Niveau.


ANZEIGE

La Roche-Posay erweitert Effaclar-Linie: Neues Pflegeprodukt für erwachsene Akne-Patienten

Spätakne ist in der dermatologischen Praxis eine häufige, aber oft unterschätzte Indikation. Sie unterscheidet sich in Lokalisation, Pathophysiologie und Hautbeschaffenheit von Akne im Jugendalter. Ein neuer Drei-Säuren-Komplex adressiert diese speziellen Anforderungen erwachsener Haut.

ANZEIGE

Neueste Erkenntnisse zum Hautmikrobiom: vier Experten im Gespräch

  • Content Hub

Die Experten Prof. Luger (Münster), Prof. Zuberbier (Berlin), Prof. Thaçi (Lübeck) und PD Dr. Jansen (Essen) erörtern im von La Roche-Posay unterstützen Expertenworkshop die Bedeutung des Mikrobioms für verschiedene Hautkrankheiten wie atopische Dermatitis, Akne oder Rosazea.

La Roche-Posay

Passend zum Thema

ANZEIGE

Windeldermatitis: Evidenz für Wund- und Heilsalbe mit Dexpanthenol

Eine Dexpanthenol-haltige Wund- und Heilsalbe reduziert das Auftreten von Windeldermatitis bei Früh- und Neugeborenen. Darüber hinaus hat die Salbe bei einer manifesten Windeldermatitis eine heilende Wirkung – dies zeigen klinische Studien – Erfahren Sie mehr!

ANZEIGE

Studie zur Patient Journey deckt Verbesserungspotenzial auf

Um die Behandlungsergebnisse bei Menschen mit einer atopischen Dermatitis (AD) zu steigern, gilt es, das Potenzial eines verbesserten umfassenden Krankheits- managements zu nutzen. Weitere Informationen zu den Studienergebnissen finden Sie hier!

ANZEIGE

Dermatologie zwischen Klimawandel und technologischer Innovation: Nachhaltigkeit, Hautschutz und KI im klinischen Alltag

Der Vortrag von PD Dr. Sandra Schuh auf dem letzten Spektrum Hautgesundheit Kongress „Haut am Limit“ spannt einen Bogen zwischen Klimawandel, alltäglichem Klinikbetrieb und modernster Diagnostik. Sie zeigte, wie diese Entwicklungen zusammenspielen – und wie dermatologische Versorgung ressourcenschonend gestaltet werden kann. Erfahren Sie mehr! 

ANZEIGE

Bepanthen® unterstützt bei vielen Indikationen die Regeneration der Haut

  • Content Hub

Bepanthen® Wund- und Heilsalbe wird nach wie vor erfolgreich bei kleinen Alltagsverletzungen eingesetzt. Moderne Forschung schafft darüber hinaus Evidenz für neue Anwendungsgebiete wie z.B. für die Nachbehandlung einer Lasertherapie bei aktinischer Keratose oder einer Tattoo-Entfernung. Aktuelle Studienergebnisse oder Neuigkeiten aus der Dermatologie erfahren Sie hier.

Bayer Vital GmbH

Die CME App von Springer Medizin

CME-Punkte sammeln leicht gemacht – Fortbildung, wann und wo Sie wollen

Die CME-App bietet einen schnellen Zugang zu über 500 zertifizierten medizinischen Fortbildungen aus Springer-Publikationen und deckt über 35 Fachbereiche ab. Sie gibt einen perfekten Überblick über das Kursangebot, ermöglicht einfaches Vormerken, Teilnehmen und CME-Punkte-Sammeln.
 

Laden im App Store        Laden bei Google Play

Mehr Infos
Bildnachweise
Kind wird gefüttert/© najin / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Frau putzt sich die Nase/© vierfotografen, Arzt untersucht Teenager an den Lymphknoten/© South_agency | GettyImages (Symbolbild mit Fotomodellen), Pathomechanismus APDS/© Pharming, Teenagerin sitzt im Bett, während sie hustet/© Vladimir Vladimirov | Getty Images (Symbolbild mit Fotomodell), Leitlinie Husten/© iiierlok_xolms | Adobe Stock, Ärztin macht "Psst" Geste/© Charday Penn, Bionorica CH Visual/© Bionorica SE, Podcast mit Partnern - Leo Pharma GmbH: Chronisches Handekzem/© (M) springermedizin / InfiniteStudio / Stock.adobe.com; Logo: Springer Medizin GmbH, Podcast mit Partnern - Leo Pharma GmbH: Chronisches Handekzem - Teil 2/© (M) springermedizin / solom / stock.adobe.com / Generated with AI; Logo: Springer Medizin GmbH, Podcast mit Partnern - Leo Pharma GmbH: Kopf-Hals-Ekzem - Teil 3/© (M) springermedizin / Poetra RH / Generated with AI / Stock.adobe.com; Logo: Springer Medizin GmbH, Patientin im Gespräch mit Ärztin/© bnenin | AdobeStock (Symbolbild mit Fotomodellen), La Roche-Posay Anthelios UVMune 400/© La Roche-Posay, Hand im Handschuh greift Effaclar Dose/© La Roche-Posay , Bild für CH/© L'Oréal Deutschland GmbH, Mutter cremt Hautausschlag am Babybein neben der Windel ein/© FotoDuets | iStock, Visualskala Zufriedenheit mit Smilys/© masterSergeant | iStock, Sandra Schuh/© Bayer Vital GmbH, Titelbild CH Bepanthen, CME App