Neues in der Bildgebung von Großgefäßvaskulitiden
- 13.09.2024
- Riesenzellarteriitis
- Leitthema
- Verfasst von
- Univ.-Prof. Dr. med. Valentin S. Schäfer
- Simon M. Petzinna
- Wolfgang A. Schmidt
- Erschienen in
- Zeitschrift für Rheumatologie | Ausgabe 10/2024
Zusammenfassung
Großgefäßvaskulitiden, einschließlich Riesenzellarteriitis (RZA) und Takayasu-Arteriitis (TAK), sind Autoimmunerkrankungen, die primär die Aorta und deren Äste betreffen. Die RZA ist die häufigste primäre Vaskulitis. Entzündliche Wandveränderungen können schwerwiegende Komplikationen wie Amaurosis, Apoplex und Aortendissektion und -ruptur verursachen. Bildgebende Verfahren sind integraler Bestandteil für Diagnose und Überwachung von Großgefäßvaskulitiden und erlauben Verlaufskontrollen. Das Gefäßbefallsmuster von extrakranieller RZA und TAK ist ähnlich. Allerdings sind die Temporalarterien nie bei TAK und die Axillararterien häufiger bei RZA betroffen. Der Ultraschall der A. temporalis und axillaris hat die Temporalarterienbiopsie bei der RZA in den meisten Zentren als erste diagnostische Maßnahme abgelöst. Neben dem Ultraschall sind auch die Magnetresonanztomographie (MRT), Computertomographie (CT) und Positronen-Emissions-Tomographie (PET)/CT mit [18F]-Fluordesoxyglukose (FDG) bedeutsam, insbesondere bei der Darstellung der Aorta. Neben der MRT ist jetzt auch die PET/CT zur Darstellung der Temporalarterien geeignet, auch wenn noch nicht breit verfügbar. Bei der Polymyalgia rheumatica (PMR) ist der Ultraschall von Schulter- und Hüftregion Bestandteil der Klassifikationskriterien der ACR/EULAR. Die MRT ermöglicht eine detaillierte Darstellung zusätzlicher entzündlicher extraartikulärer Manifestationen und zeigt charakteristische entzündliche Veränderungen an Enthesen im Schulter- und Hüftbereich sowie paravertebral, die sich auch durch PET/CT darstellen lassen. Bei bis zu 23 % der PMR-Patienten lässt sich sonographisch eine subklinische RZA nachweisen, die dann auch als solche behandelt werden sollte. Technische Innovationen wie neue Radiotracer und verbesserte MRT-Bildgebung könnten Diagnose und Überwachung von Großgefäßvaskulitiden und PMR weiter verbessern und ggf. durch eine schnellere Therapieeinleitung eine Rolle bei der Verbesserung der Prognose spielen.
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- Titel
- Neues in der Bildgebung von Großgefäßvaskulitiden
- Verfasst von
-
Univ.-Prof. Dr. med. Valentin S. Schäfer
Simon M. Petzinna
Wolfgang A. Schmidt
- Publikationsdatum
- 13.09.2024
- Verlag
- Springer Medizin
- Schlagwörter
-
Riesenzellarteriitis
Riesenzellarteriitis
Takayasu-Arteriitis
Takayasu-Arteriitis
Positronen-Emissions-Tomografie
Polymyalgia rheumatica
Polymyalgia rheumatica
Computertomografie
Computertomografie
Vaskulitiden
Vaskulitiden
Magnetresonanztomografie
Magnetresonanztomografie
Rheumatologie
Orthopädische Rheumatologie - Erschienen in
-
Zeitschrift für Rheumatologie / Ausgabe 10/2024
Print ISSN: 0340-1855
Elektronische ISSN: 1435-1250 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00393-024-01565-0
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