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01.09.2009 | Fallberichte | Ausgabe 5/2009

Der Pathologe 5/2009

Riesenzelltumoren des Weichgewebes (mit niedrig-malignem Potenzial) in Operationsnarben

Zeitschrift:
Der Pathologe > Ausgabe 5/2009
Autoren:
Dr. F. Grabellus, S.-Y. Sheu, B. Schmidt, F. von Winterfeld, B. Schoenfeld, G. Taeger, U. Hillen, K.W. Schmid

Zusammenfassung

Riesenzelltumoren des Weichgewebes mit niedrig-malignem Potenzial („giant cell tumor of soft tissue“, GCT-ST) sind seltene primäre „Low-grade-Weichteilsarkome“. Das klinische Verhalten und die Histologie sind dem Riesenzelltumor des Knochens sehr ähnlich. Wir berichten über zwei GCT-ST-Fälle, die klinisch als Rezidiv einer anderen Tumorentität behandelt wurden. Die beiden voroperierten Tumoren waren ein hochdifferenziertes Leiomyosarkom des Weichgewebes und ein In-situ-Plattenepithelkarzinom der Haut. Das Auftreten von GCT-ST in chirurgischem Narbengewebe ist bisher noch nicht beschrieben und lässt an einen ätiologischen Zusammenhang zwischen reparativen Gewebeprozessen und dem Entstehen derartiger Läsionen denken. Die teils kurze Zeitspanne zwischen Operation und Auftreten des GCT-ST erscheint für die Entwicklung eines unabhängigen Zweittumors ungewöhnlich kurz, was die unscharfe Grenze zwischen reaktiven und neoplastischen fibrösen oder sogenannten fibrohistiozytären Läsionen unterstreicht.

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