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05.09.2019 | Arzneimitteltherapie | Ausgabe 11/2019

Der Internist 11/2019

Rolle der Januskinaseinhibitoren in der Therapie rheumatischer Erkrankungen

Zeitschrift:
Der Internist > Ausgabe 11/2019
Autor:
Prof. Dr. K. Krüger
Wichtige Hinweise

Redaktion

M. Wehling, Mannheim

Zusammenfassung

Januskinaseinhibitoren (JAKI) sind neue oral applizierbare Wirkstoffe für die rheumatoide Arthritis (RA) und Psoriasis-Arthritis (PsA), die eine gleich wirksame Alternative zu den Biologika („biological disease-modifying antirheumatic drugs“ [bDMARD]) darstellen und auch in den Leitlinien als gleichwertig eingestuft werden. JAKI hemmen reversibel intrazellulär die Signaltransduktion vom Zytokinrezeptor zum Zellkern. Mit Baricitinib und Tofacitinib sind bei RA bisher zwei JAKI zugelassen, die 1‑mal bzw. 2‑mal täglich eingenommen werden. Zwei weitere Substanzen werden voraussichtlich im nächsten Jahr eine Zulassung erhalten. Für die PsA besitzt bisher nur Tofacitinib eine Zulassung. In der Regel werden JAKI zunächst in Kombination mit Methotrexat (MTX) eingesetzt, sind aber monotherapeutisch ähnlich gut wirksam. Die Monotherapie ist somit eine gute Alternative, wenn MTX nicht (mehr) einsetzbar ist. JAKI unterscheiden sich bezüglich der Therapiesicherheit insgesamt nicht von den bDMARD, eine Besonderheit ist nur das häufigere Auftreten von Herpes-Zoster-Infektionen. JAKI erfordern regelmäßige Laborkontrollen, insbesondere des Blutbilds, der Transaminasen und von Kreatinin. Unter dem überwiegend hepatisch metabolisierten Tofacitinib sind einige medikamentöse Wechselwirkungen zu beachten. Alles in allem stellen JAKI eine wertvolle Bereicherung der Behandlungsmöglichkeiten für Krankheiten wie RA und PsA dar, insbesondere da sie bei gleicher Wirksamkeit und Verträglichkeit nicht nur die Palette therapeutischer Möglichkeiten verbreitern, sondern im Gegensatz zu den bDMARD oral applizierbar sind.

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