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19.05.2016 | Industrieforum | Ausgabe 3/2016

hautnah dermatologie 3/2016

Rosazea: Makrolid gegen Papeln und Pusteln

Zeitschrift:
hautnah dermatologie > Ausgabe 3/2016
Autor:
Martin Bischoff
_ Ivermectin (Soolantra®) wurde im vergangenen Jahr neu als topische Behandlung von entzündlichen Läsionen bei erwachsenen Patienten mit papulopustulöser Rosazea zugelassen. Es handelt sich bei der Creme um ein antiparasitär und antiinflammatorisch wirkendes Makrolid, das bei Rosazea mit Befall von Demodex-Milben gute Erfolge zeigt. Prof. Martin Schaller, Tübingen, stellte eine der für die Zulassung relevanten Studien vor [Taieb A et al. Br J Dermatol 2015; 172: 1103–10]. Diese bestand aus zwei Teilbereichen. In Phase A wurde Ivermectin 10 mg/g Creme einmal täglich über 16 Wochen verglichen mit zweimal täglich Metronidazol 0,75 % Creme, einem der bisherigen Therapiestandards. Die 962 beteiligten Patienten litten unter einer moderaten bis schweren Rosazea. Nach vier Monaten erwies sich Ivermectin in der Abnahme der entzündlichen Läsionen als signifikant überlegene Option (83,0 % versus 73,7 %; p < 0,001). Zu diesem Zeitpunkt waren 84,9 % der Teilnehmer unter Ivermectin und 75,4 % unter Metronidazol erscheinungsfrei (Investigator’s Global Assessment, IGA = 0) beziehungsweise fast erscheinungsfrei (IGA = 1). Besonders deutlich zeigte sich die Überlegenheit von Ivermectin im Anteil der Patienten, bei denen die Behandlung ein voller Erfolg war (34,9 % versus 21,7 %). Schaller zufolge profitieren Patienten mit schwer ausgeprägtem Befall besonders gut von Ivermectin. Bezüglich der Nebenwirkungen unterschieden sich die Therapien nicht wesentlich. In der Tendenz traten unter Ivermectin eher weniger auf. ...

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Literatur
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