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Bilaterale mikrochirurgische Dekompression der lumbalen Spinalkanalstenose über einen unilateralen Zugang

Erschienen in:

Zusammenfassung

Operationsziel

Mikrochirurgische beidseitige Dekompression des zentralen Spinalkanals einschließlich des Rezessus lateralis über einen interlaminären unilateralen Zugang mit möglichst geringem Zugangstrauma.

Indikationen

Degenerative zentrale, laterale und foraminale lumbale, mono-, bi- und/oder multisegmentale Spinalkanalstenosen mit Bein‑, Gesäß- oder Leistenschmerzen.

Kontraindikationen

Nicht ausgeschöpfte konservative Verfahren. Fehlendes schwerwiegendes neurologisches Defizit.

Operationstechniken

Minimal-invasive, muskelschonende und stabilitätserhaltende beidseitige Dekompression des lumbalen Spinalkanals über einen mikrochirurgischen, unilateralen, interlaminären Zugang in sog. Cross-over-Technik.

Weiterbehandlung

Frühzeitige, frühfunktionelle Mobilisation 4–6 h postoperativ. Leichte sportliche Belastungen nach ca. 2 Wochen (z. B. Fahrradergometrie, Schwimmen). Gleiches gilt für die uneingeschränkte Aufnahme täglicher Aktivitäten und Arbeitsfähigkeit. Bei körperlich anstrengendem Beruf ca. 4 Wochen Arbeitsunfähigkeit. Optional wird das Tragen eines weichen Lumbalmieders in den ersten 4 postoperativen Wochen empfohlen.

Ergebnisse

Die klinischen Erfolgsraten der direkten, mikrochirurgischen Dekompression liegen in Metaanalysen sowie großen Fallserien zwischen 73,5–95 %. Die Reoperationsraten sind gering (0,5–10 %).
Titel
Bilaterale mikrochirurgische Dekompression der lumbalen Spinalkanalstenose über einen unilateralen Zugang
Verfasst von
Dr. med. Franziska C. Heider
Prof. Dr. med. H. Michael Mayer
Publikationsdatum
14.11.2019
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Operative Orthopädie und Traumatologie / Ausgabe 6/2019
Print ISSN: 0934-6694
Elektronische ISSN: 1439-0981
DOI
https://doi.org/10.1007/s00064-019-00632-z
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