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29.10.2015 | Sonderheft 6/2015

MMW - Fortschritte der Medizin 6/2015

Saccharomyces boulardii unterstützt die Regenerierung der intestinalen Mikrobiota bei diarrhoischen und antibiotischen Dysbiosen

Zeitschrift:
MMW - Fortschritte der Medizin > Sonderheft 6/2015
Autoren:
Dr. Margret I. Moré, Dr. med. Alexander Swidsinski
Wichtige Hinweise
This article is part of a supplement not sponsored by the industry.

Interessenkonflikt

Dr. Margret I. Moré und Dr. Alexander Swidsinski erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht. Die Arbeit wurde unterstützt von der MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, Iserlohn.

Zusammenfassung

Hintergrund: Die häufige Verordnung von Antibiotika, aber auch Stress und enterale Ernährung sind nur einige der möglichen Ursachen für ein Ungleichgewicht (Dysbiose) der Bakterien im Darm. Diese Dysbiosen schränken den Patienten häufig in seiner Lebensqualität ein, da Diarrhöen, Völlegefühl, Blähungen und Krämpfe als Symptome einhergehen können. Die medizinische Hefe Saccharomyces boulardii (auch bekannt als Saccharomyces cerevisiae HANSEN CBS 5926 oder Saccharomyces boulardii CNCM I-745) wird bereits seit Jahrzehnten erfolgreich für die Behandlung und Prävention von Diarrhöen unterschiedlicher Genese eingesetzt.
Methode: Übersichtsarbeit
Ergebnisse: In mehreren Tier- und Humanstudien wurde die Wirkung von S. boulardii auf die Darmflora im Zusammenhang mit unterschiedlichen Dysbiosen untersucht. Es zeigten sich keine signifikanten Veränderungen der Zusammensetzung einer gesunden Darmflora, jedoch belegen die Studien einen schützenden und stabilisierenden Effekt auf die Darmflora, welcher bei der Prävention der Antibiotika-assoziierten Diarrhöe zum Tragen kommt. So vermindert die gleichzeitige Einnahme von S. boulardii bei einer Antibiotikatherapie die Antibiotika-bedingte Reduktion der Darmflora. Zudem unterstützt S. boulardii die schnellere Regeneration der intestinalen Mikrobiota nach erfolgter Antibiotikatherapie. Ebenfalls stabilisierende Effekte konnten in Zusammenhang mit einigen anderen diarrhoischen Dysbiosen beobachtet werden.
Schlussfolgerung: Zusätzliche Studien sind notwendig, um zu überprüfen, ob auch weitere Dysbiosen durch die Effekte von S. boulardii auf die Darmflora profitieren.

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Literatur
Über diesen Artikel

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