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25.08.2021 | SARS-CoV-2 | Übersichten: Arbeitsmedizin | Ausgabe 6/2021 Open Access

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie 6/2021

Prävention und Management von COVID-19-Ausbrüchen auf Handelsschiffen

Technische, organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen zur Risikominimierung in einem besonderen Arbeitsumfeld

Zeitschrift:
Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie > Ausgabe 6/2021
Autoren:
Dr. med. Dorothee Dengler, Thomas von Münster, Ann-Christin Kordsmeyer, Lukas Belz, Natascha Mojtahedzadeh, Jan Heidrich, Elisabeth Hewelt, Martin Dirksen-Fischer, Matthias Boldt, Volker Harth, Marcus Oldenburg
Wichtige Hinweise

Anmerkung

Die hier zusammengestellten und weitere Handlungsempfehlungen wurden in einer gleichnamigen Handreichung des Kompetenznetzes Public Health COVID-19 (www.​public-health-covid19.​de) in deutscher und englischer Sprache unter dem Menüpunkt „Ergebnisse“ veröffentlicht.

Zusammenfassung

Hintergrund

Eine Pandemie ist eine besondere medizinische Herausforderung für Seeleute, die ohne Arzt/Ärztin an Bord unterwegs sind. Gleichzeitig ist es eine Notwendigkeit für die weltweite Bekämpfung der COVID-19-Pandemie, Warenströme durch eine widerstandsfähige Handelsschifffahrt aufrechtzuerhalten. Für die Infektionsprävention und das Infektionsmanagement an Bord benötigen Verantwortliche ein Portfolio von Schutzmaßnahmen, die auf Schiffen angewendet werden können.

Fragestellung

In der Übersicht wird der Fragestellung nachgegangen, welche technischen, organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen auf einem Handelsschiff angewandt werden können, um COVID-19-Ausbrüche an Bord zu verhindern oder bewältigen zu können.

Material und Methoden

Richtlinien, Informationen und Arbeitsschutzstandards aus dem maritimen Setting, aber auch aus anderen Arbeitsbereichen wurden gesichtet, damit Verantwortliche diese angepasst an die Lage (z. B. Schiffsgröße, Ausstattung, Witterung, Betriebszustand, Arbeitsanforderungen, Kontakt mit Schiffsfremden, medizinische Probleme) variabel einsetzen können.

Ergebnisse

Eine Handreichung, die konkrete, im maritimen Kontext erklärte technische, organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen für Crews zur anlassbezogenen Nutzung enthält, wurde erstellt. Kombinationsmöglichkeiten und Timing von Sicherheitsbarrieren werden darin zielgruppenorientiert erklärt.

Fazit

Eine Fülle der aus arbeitsmedizinischer Literatur und den Erfahrungen des Hafenärztlichen Dienstes in Hamburg abgeleiteten Schutzmaßnahmen sind auf hoher See umsetzbar. Handelsschiffe sollten in Pandemiezeiten vorausschauend ausgestattet (z. B. mit Schnelltests) und Verantwortliche ermächtigt werden, begründete Infektionsschutzmaßnahmen angepasst an die Situation an Bord einzusetzen. Seeleute sollten unabhängig von ihrer nationalen Herkunft prioritäre Impfangebote erhalten.

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