Verlauf der COVID-19-Pandemie bei pädiatrisch-rheumatologischen Patienten in Deutschland über die ersten 3 Jahre (2020 bis 2022)
- 06.06.2024
- SARS-CoV-2
- Originalien
- Verfasst von
-
Dr. Ariane Klein
Korrespondierender Autor Dr. Ariane Klein
- Asklepios Kinderklinik Sankt Augustin, 53757, Sankt Augustin, Deutschland
- Kinderheilkunde, Universität Köln, Köln, Deutschland
-
Hans-Iko Huppertz
Hans-Iko Huppertz
- Bremen, Deutschland
-
Gerd Horneff
Gerd Horneff
- Asklepios Kinderklinik Sankt Augustin, 53757, Sankt Augustin, Deutschland
- Kinderheilkunde, Universität Köln, Köln, Deutschland
- Erschienen in
- Zeitschrift für Rheumatologie | Ausgabe 7/2024
Zusammenfassung
COVID-19 hat die Welt in den letzten 3 Jahren geprägt. Obwohl das Risiko eines schweren Verlaufs bei Kindern gering ist, kann es durch chronische rheumatische Erkrankungen oder die Behandlung mit immunsuppressiven oder immunmodulierenden Medikamenten beeinflusst werden. Das deutsche Register für Biologika in der Kinderrheumatologie (BIKER) erhob bei 68 Zentren systematisch Daten zu Auftreten, Präsentation und Outcome von SARS-CoV-2-Infektionen bei Kindern mit rheumatischen Erkrankungen. Insgesamt 927 SARS-CoV-2-Infektionen bei 884 pädiatrischen Patienten mit rheumatischen Erkrankungen konnten zwischen März 2020 und Dezember 2022 berichtet und analysiert werden. Juvenile idiopathische Arthritis (JIA) war die häufigste Diagnose (716 Infektionen), gefolgt von genetischer Autoinflammation (103 Infektionen), systemischen Autoimmunerkrankungen (78 Infektionen), idiopathischer Uveitis (n = 25) und Vaskulitiden (n = 5). Nur 4 Patienten wurden stationär behandelt. Eine 3½-jährige Patientin verstarb während der 1. Welle an einer Enzephalopathie und Atemstillstand. Die Patientin war wegen einer systemischen JIA mit Methotrexat (MTX) und Steroiden behandelt. Genetische Tests ergaben einen bis dahin unbekannten angeborenen Immundefekt. Kein anderer Patient musste beatmet oder intensivmedizinisch versorgt werden. Es wurde ein Fall von unkompliziertem „pediatric inflammatory multisystem syndrome“ (PIMS) bei einem MTX-behandelten JIA-Patienten gemeldet. Zum Zeitpunkt der Infektion waren über 60 % der Patienten mit herkömmlichen „disease-modifying antirheumatic drugs“ (DMARDs) und/oder Biologika behandelt worden. Obwohl die mit MTX behandelten Patienten eine etwas längere Symptomdauer aufwiesen, schien die antirheumatische Behandlung keinen negativen Einfluss auf den Schweregrad oder den Ausgang der SARS-CoV-2-Infektion zu haben.
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- Titel
- Verlauf der COVID-19-Pandemie bei pädiatrisch-rheumatologischen Patienten in Deutschland über die ersten 3 Jahre (2020 bis 2022)
- Verfasst von
-
Dr. Ariane Klein
Hans-Iko Huppertz
Gerd Horneff
- Publikationsdatum
- 06.06.2024
- Verlag
- Springer Medizin
- Schlagwörter
-
SARS-CoV-2
Juvenile idiopathische Arthritis
Juvenile idiopathische Arthritis
Methotrexat
Methotrexat
COVID-19
Rheumatologie
Orthopädische Rheumatologie - Erschienen in
-
Zeitschrift für Rheumatologie / Ausgabe 7/2024
Print ISSN: 0340-1855
Elektronische ISSN: 1435-1250 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00393-024-01515-w
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