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23.11.2016 | Originalarbeit | Ausgabe 4/2016

Obere Extremität 4/2016

Scapulaparameter bei instabiler inverser Prothese

Zeitschrift:
Obere Extremität > Ausgabe 4/2016
Autoren:
Alexander von Glinski, Dr. med. Matthias Koenigshausen, PD Dr. med. Jan Geßmann, Mahmoud Adel Anwar Abdelaziz, Prof. Dr. med. Thomas Armin Schildhauer, PD Dr. med. Dominik Seybold

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Luxation stellt die häufigste Komplikation der inversen Schultergelenkendoprothese (RSA) dar. Ziel der Arbeit ist es einen Einfluss der Scapulamorphologie zu analysieren, um darauf in Zukunft möglicherweise intraoperativ zu reagieren und so einen Revisionseingriff zu vermeiden.

Methodik

Es erfolgte eine retrospektive Analyse aller Patienten, welche zwischen dem 01.01.2008 und dem 31.12.2015 aufgrund einer luxierten RSA einem Revisionseingriff unterzogen bzw. geschlossen reponiert wurden. Neben soziodemografischen Risikofaktoren (BMI, Alter) erfolgte die radiologische Auswertung der humeralen Distalisierung vor bzw. nach Revision anhand der Länge des Deltamuskels sowie die Bestimmung der Medialisierung des Rotationszentrums (COR), des „critical shoulder angle“ (CSA) und die Prüfung einer Korrelation des CSA mit der Medialisierung.

Ergebnisse

Bei 23 von 285 Patienten (8,1 %) ereignete sich eine Luxation, welche in 5 Fällen geschlossen reponiert wurde. 18 Patienten (11 Männer 7 Frauen, Altersdurchschnitt 68,1 Jahre [min. 48; max. 81], mittlerer BMI 28,3 [21,7–37,8]) zeigten eine Luxation, welche einen Komponentenwechsel erforderte. Der mittlere CSA der Patienten mit Revision beträgt 28,4° (25,8–30,5°). Der Längenunterschied des Deltamuskels zeigte sich nach Revision signifikant (p < 0,05) bei einer präoperativen Länge von 151,2 (145,5–164,2) mm und einer Länge von 154,6 (146,5–166,2) mm nach Revision. Es zeigt sich eine signifikant positive Korrelation (p < 0,01) zwischen dem CSA und der gemessenen Medialisierung bei einem statistisch signifikant kleineren CSA bei Patienten mit Luxation (p < 0,05).

Schlussfolgerung

Patienten mit revisionsbedürftigen Luxationen zeigen einen geringeren CSA. Zudem zeigt sich eine positive Korrelation zwischen dem CSA und der Medialisierung, wobei ein kleiner CSA einer geringen Medialisation des COR entspricht. In der Revision erfolgte eine Distalisierung, um eine erhöhte Deltaspannung zu erzielen.

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