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28.03.2019 | Leitthema | Ausgabe 5/2019

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 5/2019

Schätzung hitzebedingter Todesfälle in Deutschland zwischen 2001 und 2015

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 5/2019
Autoren:
Matthias an der Heiden, Stefan Muthers, Hildegard Niemann, Udo Buchholz, Linus Grabenhenrich, Andreas Matzarakis

Zusammenfassung

Hintergrund

In den Hitzesommern der Jahre 2003 und 2015 gab es in Deutschland eine erhebliche Anzahl von Todesfällen, bei denen Hitze als Todesursache belegbar war. Bisher liegen zur Schätzung der Gesamtzahl hitzebedingter Todesfälle in Deutschland aber nur regionale Analysen vor, die dann beispielsweise für den Sommer 2003 auf Deutschland hochgerechnet wurden.

Ziel der Arbeit

Die vorliegende Analyse versucht einen systematischen Zusammenhang zwischen Wärmebelastung und einer erhöhten Mortalität in Deutschland statistisch zu belegen und die Zahl der hitzebedingten Todesfälle im Zeitraum 2001 bis 2015 zu quantifizieren.

Material und Methoden

Durch die Anpassung eines nichtlinearen statistischen Modells wurden Expositions-Wirkungs-Kurven geschätzt, die den Einfluss von Hitzewellen auf die Mortalitätsrate in Deutschland beschreiben. Die Performance verschiedener Hitzeindikatoren innerhalb dieses Modells wurde verglichen.

Ergebnisse und Diskussion

Der Modellvergleich ergab, dass mit der Wochenmitteltemperatur der Verlauf der Mortalität am besten erklärt werden konnte. Der Zusammenhang zwischen Mortalitätsrate und Wochenmitteltemperatur war unterschiedlich für verschiedene Altersgruppen und Regionen in Deutschland (Norden, Mitte, Süden). Die größten Auswirkungen der Hitze zeigten sich in den Altersgruppen 75–84 und 85+. Die höchste Anzahl hitzebedingter Todesfälle in Deutschland lag im Sommer 2003 mit 7600 (95 %-KI 5500–9900), gefolgt von den Sommern im Jahr 2006 mit 6200 (95 %-KI 4000 – 8000) und im Jahr 2015 mit 6100 (95 %-KI 4000 – 8300) Todesfällen.

Fazit

Mit dieser Arbeit wurde gezeigt, dass auch in wöchentlichen Mortalitätsdaten ein klarer Einfluss der Wärmebelastung identifiziert werden kann. Wünschenswert wäre eine bundesweite Mortalitäts-Surveillance, die ein zeitnahes Monitoring ermöglicht.

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